Arbeiten als Quereinsteiger: Elke Dierkes aus Warburg schult um
Neustart in der Pflege – mit 48 Jahren

Warburg/Brakel (WB). Als Elke Dierkes am frühen Morgen bei Dorothea Bickmann (82) in Warburg-Wormeln an der Tür klingelt, wird sie mit offenen Armen empfangen. „Es erfüllt mich, wenn ich sehe, wie gut es den Menschen nach meinem Besuch geht“, sagt die 48-Jährige. Die ehemalige Assistentin der Elektrotechnik hat den Sprung ins kalte Wasser gewagt und am Bildungszentrum Weser-Egge in Brakel eine Ausbildung zur Pflegefachkraft gemacht.

Freitag, 03.01.2020, 15:04 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 15:10 Uhr
Die 48-jährige Elke Dierkes aus Warburg ist Pflegefachkraft mit Leib und Seele. Sie kümmert sich unter anderem um Dorothea Bickmann in Wormeln, die zu Hause lebt und auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Foto: Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge

Nachdem die Warburgerin mehrere Jahre in der Elektrotechnik und als Sekretärin tätig war, wollte sie etwas Neues ausprobieren. „Beim Frühstück entdeckte ich in der Zeitung die Stellenanzeige für die Ausbildung“, erinnert sich die Mutter von zwei erwachsenen Kindern zurück, „und dann habe ich mich spontan beworben“.

Teilzeitarbeit in der ambulanten Pflege

Im Vorstellungsgespräch überzeugt, folgten anschließend eine dreijährige Schulausbildung sowie Arbeitseinsätze bei der Caritas Pflegestation. Heute arbeitet sie in Teilzeit in der ambulanten Pflege – mit Leib und Seele.

Ob beispielsweise Insulin spritzen, Blutdruck messen, Medikamente richten, Ganzwaschung oder Verbandswechsel: Der Job der Pflegefachkraft ist abwechslungsreich. Was die 48-Jährige an der Arbeit besonders schätzt?

„Nichts ist schlimmer, als es nicht zu versuchen.“

Elke Dierkes: „Dass wir den Leuten ermöglichen, weiterhin zu Hause in ihrem gewohnten Umfeld leben zu können. Wir betreuen die Patienten über einen längeren Zeitraum und bauen eine Bindung zu ihnen auf“. Für Elke Dierkes ist es ein Beruf mit Zukunft, der zusätzlich Möglichkeiten bietet, sich mit neuen Ideen einzubringen.

„Pflegefachkräfte benötigen soziale Kompetenz und Einfühlungsvermögen, schließlich beraten wir die Patienten und ihre Angehörigen“, sagt Elke Dierkes, die auch Frauen und Männer ab 40 Jahren zu einer Ausbildung in diesem Bereich motivieren möchte: „Nichts ist schlimmer, als es nicht zu versuchen.“

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