Barbara Stamm hat das „Dirla Mangelstübchen“ in Warburg übernommen
Die Nachfolgersuche ist geglückt

Warburg (WB). Nachfolgersuche geglückt: Barbara Stamm hat zum Jahreswechsel das „Dirla Mangelstübchen“ in Warburg von Hildegard Dirla übernommen. Und zwar im laufenden Betrieb, für die Kunden ändert sich nichts. Auch die beiden Festangestellten, Andrea Weinhart und Sarah Gronau, werden übernommen.

Freitag, 03.01.2020, 11:00 Uhr
Die Dirla Mangelstube hat (vorne, von rechts) Hildegard Dirla an Barbara Stamm übergeben. Deren Tochter Karina hilft zwischendurch im Betrieb mit. Die beiden Festangestellten (hinten, von rechts), Andrea Weinhart und Sarah Gronau, hat Stamm übernommen. Foto: Daniel Lüns

Geschäft sollte Kunden erhalten bleiben

Darüber ist Dirla, die sich zurückziehen wollte, sehr froh. „Mein größtes Anliegen war, dass das Geschäft den Kunden erhalten bleibt“, erklärt die ehemalige Chefin. Seit 30 Jahren ist sie für ihre Kunden da – erst 14 Jahre in der Altstadt, seitdem 16 Jahre in der Neustadt. Abrupt enden soll das nicht, sagt Dirla: „Wenn sie mich braucht, stehe ich zur Verfügung. Aber sonst mache ich jetzt das, wofür ich früher keine Zeit hatte.“

Seit Längerem hatte Hildegard Dirla nach einem Nachfolger gesucht, etwa sieben Interessenten hätten sich gemeldet. Die Wahl fiel auf Barbara Stamm. „Da hatte ich gleich ein gutes Gefühl“, sagt die ehemalige Inhaberin. Stamm ist 54 Jahre alt und stammt aus Peckelsheim. Nun wacht sie über Wäscherei, Mangelbetrieb, den Verleih von Tischdecken und Hussen in allerlei Größen und die Annahme für die Reinigung CWS Boco (ehemals Wäscherei Kamm).

Ein ganz neues Metier für die neue Chefin

„Für mich ist es ein ganz neues Metier“, sagt die neue Chefin. Seit Oktober arbeitet sie sich im Mangelstübchen in die Abläufe ein. „Früher hatte ich zu Hause auch eine Mangel. Aber so ein großes Gerät wie hier, das muss man schon beherrschen können.“ Der kaufmännische Teil der Arbeit indes ist ihr nicht fremd: Stamm ist gelernte Verkäuferin, früher war sie für mehrere Jahre als stellvertretende Filialleiterin für den Aldi in Brakel verantwortlich. Zuletzt arbeitete sie in einer Bäckerei.

Mit dem Start in Warburg orientiert sie sich beruflich neu. „Ich habe mir das Ganze überlegt und auch mit den Kindern darüber gesprochen“, sagt Stamm. Am Ende stand die Entscheidung fest, den Betrieb gerne zu übernehmen. Ihre Tochter Karina packt dort auch zwischendurch mit an. Eine helfende Hand kann Barbara Stamm ab und zu sicher gebrauchen. Das Geschäft laufe nämlich gut.

Zu den Kunden gehören Hotels und Pensionen

Zu den Kunden des Mangelstübchens gehörten Hotels und Pensionen, aber auch viele Privathaushalte. „Da ich auch Dinge für die Reinigung CWS Boco annehme, kommt auch viel Laufkundschaft“, erklärt sie. Tischdecken und Hussen seien zu fast jeder Jahreszeit gefragt: Der Verleih hat zum Beispiel in der Schützenfestsaison gut zu tun. Auch bei festlichen Anlässen, etwa Kommunionsfeiern oder Vereinsveranstaltungen, ist die Ware gefragt.

Kunden können das Team des Mangelstübchens weiterhin zu den gewohnten Zeiten erreichen: Von montags bis samstags ist von 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet. Montags, dienstags, donnerstags und freitags ist zudem nachmittags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Neue Akzente setzen

Die neue Inhaberin möchte Gewohntes beibehalten, aber auch neue Akzente setzen. Zum Beispiel soll der Eingang des Geschäftes im Laufe des Jahres neu gestaltet werden. Diese Maßnahme war schon länger geplant, wird nun aber erst möglich. „In dem Zuge werde ich auch den Verkaufsraum neu gestalten“, erklärt Barbara Stamm. Zum Beispiel möchte sie gerne den Annahmetresen verbreitern und verlängern.

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