Unterzeichner fordern Aufgabe der Café-Pläne auf dem Marktplatz in Warburg
Petition gegen geplanten Neubau

Warburg (WB/sis). Mit einer Petition an den Rat wenden sich sechs Warburger und zwei ehemalige Bewohner der Hansestadt gegen den geplanten Bau eines Cafés auf dem Neustadtmarktplatz.

Donnerstag, 02.01.2020, 01:00 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 10:12 Uhr
Diesen Plänen für das neue Marktplatz-Café hat der Bezirksausschuss bereits zugestimmt, der Rat entscheidet über den Entwurf am Dienstag, 21. Januar. Foto: Architekturbüro Cornelius

Unter dem Titel „Keine weitere Zerstörung des Neustädter Marktplatzes“ fordern die Unterzeichner, die entsprechenden Pläne umgehend aufzugeben. Errichten lassen und betreiben wollen das Café Tatjana und Hans-Stefan Lütkemeyer .

Unterzeichner zweifeln Notwendigkeit eines Neubaus an

Der weitere Flachdachbau hätte schwerwiegende Folgen für die Raumwirkungen auf dem Neustädter Marktplatz. Zudem sehen die Absender der Petition keine Notwendigkeit für einen Neubau.

Auch durch die langen Bauphasen des Straßenbaus in der Neustadt sei ein erheblicher Leerstand verursacht worden. „Demnächst schließt auch noch Wilke Moden im früheren Gebäude der Brauerei Kohlschein. Dort kann auch ein Café eingerichtet werden“, meint Dr. Johannes Wasmuth, heute in München lebend, als einer der Unterzeichner.

Absender sehen Denkmalschutz in Gefahr

In der Petition an den Rat heißt es, dass der geplante Flachdachbau mit geltendem Denkmalschutzrecht und mit der Gestaltungs- und Erhaltungssatzung der Stadt Warburg nicht vereinbar sei.

Absender der Petition sind neben Dr. Johannes Wasmuth (München) auch Professor Dr. Johannes Weiss, Elisabeth Weiss, Alfons Holtgreve, Anita Holtgreve, Dr. Ingeborg Philipper, Viola Wasmuth (Wien) und Dian Muratovic.

Sie kritisieren, dass „die Raumgestaltung des Marktplatzes und die historische Umgebungsbebauung bereits durch einen Flachdachbau mit Toilettentrakt schwerwiegend in Mitleidenschaft gezogen worden sind.“

Der geplante weitere Flachdachkubus würde die Raumwirkung des Marktplatzes vollständig zerstören und die Sicht auf das Denkmal der Neustädter Pfarrkirche sowie auf die historische Gründerzeitbebauung verstellen.

Der geplante Bau „passt sich der Umgebungsbebauung in keiner Weise an, sondern ist ein weiterer Schlag in das Gesicht der historischen Bausubstanz“, heißt es in dem Schreiben an den Rat der Stadt Warburg.

Rat befasst sich am 21. Januar mit den Plänen

Der Entwurf für das Café ist im Bezirksausschuss positiv bewertet worden. Am 21. Januar wird der Rat über die Pläne entscheiden. Bürgermeister Michael Stickeln: „Bis dahin werden wir alle rechtlichen Fragen geklärt haben.“ Die Debatte über den Standort des Cafés werde durchaus kontrovers geführt, weiß Stickeln. „Aber das ist lebendige Demokratie.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7164554?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F
Arminia jagt Vasiliadis
Im Mai 2019 waren Sebastian Vasiliadis (rechts) und Manuel Prietl Gegner. Bald könnten sie gemeinsam für Arminia auflaufen. Foto: Starke
Nachrichten-Ticker