Erster „Fridays for future“-Marsch in der Hansestadt – Viele Interessierte gehen mit 120 Warburger demonstrieren fürs Klima

Warburg (WB). Warburger Schüler schließen sich der Bewegung »Fridays for future« an. Am Freitagnachmittag sind sie zum ersten Mal durch die Hansestadt gezogen. Viele Interessierte schlossen sich den Demonstranten an, die Polizei zählte etwa 120 Personen. Weitere Aktionen für den Klimaschutz sollen folgen.

Von Daniel Lüns

Organisiert wurde das Treffen von Schülern. Dabei nahmen unter anderem die Marianum-Schüler Celine Clobes, Sophie Ehle und Paul Altmann die Organisation in die Hand. „Wir finden es wichtig, auch lokal tätig zu werden“, erklärte Altmann. „Viele Mitstreiter sind bisher zu Aktionen nach Kassel oder Paderborn gefahren. Wir wollten etwas in Warburg machen“, ergänzte Ehle.

Kundgebung am Eisenhoit-Brunnen

Zunächst trafen sich die Schüler und weitere Interessierte um 14 Uhr auf dem Neustadt-Marktplatz. Am Eisenhoit-Brunnen hielten die Schüler zunächst Ansprachen. In einer engagierten Rede stellte etwa Paul Altmann die Ziele der Bewegung heraus. Ein 100-prozentiger Kohleausstieg bis zum Jahr 2030, ein Umstieg auf erneuerbare Energien bis 2035 und eine Nettonull beim CO 2 -Ausstoß bis 2035 (ein Land produziert nicht mehr CO 2 , als es kompensieren kann) gehörten dazu.

Anschließend konnten auch andere Anwesende etwas sagen. Daraufhin griffen Julius Jacobi vom gleichnamigen Biohof in Körbecke, Erwin Hartmann vom Finnenberghof in Nörde und Christian Holtgreve (Bündnis 90/Die Grünen, Warburg) zum Mikrofon. Danach zog der Tross über die Hauptstraße und das Paderborner Tor stadtauswärts.

Die Schüler, welche die Demo ins Leben riefen, treffen sich seit etwa zwei Monaten, erklärt Clobes. „Ich wollte eigentlich nur etwas für die Umwelt tun“, erklärte sie ihren Antrieb. Schließlich meldeten sie die Demonstration an. Der schlossen sich interessierte Bürger, Vertreter von Kirche, Politik und Bürgerinitiativen an.

Interessierte Bürger schlossen sich an

„Klimaschutz ist seit 30 Jahren ein Thema der Kirche“, sagte etwa Ute Wendorff, die mit ihrem Mann Karl-Ludwig erschien. „Wir sind gekommen, um deutlich zu machen, dass Klimaschutz nicht nur die Jugend betrifft“, sagte Karl-Ludwig Wendorf. Auch die anderen Generationen müssten ihren Lebensstil ändern, erklärten die evangelischen Geistlichen.

Josef Jacobi, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“, freute sich, „dass die jungen Leute ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen“. Ein Bewusstsein für das Klima sei immer noch zu wenig in der Öffentlichkeit verankert.

Vertreter einer Bürgerinitiative gegen den Bau eines Hähnchenmaststalls zwischen Wethen und Rhoden zum Beispiel sammelten vor Ort Unterschriften. Andere verteilten Flyer, um für den Dokumentarfilm „2040“ zu werben, der am 6. Dezember im Warburger Cineplex läuft.

Müll sammeln an der Diemel

Warum „Fridays for future“ in Warburg bislang keine Bewegung hatte, können sich die Organisatoren der Demonstration nicht erklären. „Aber es ist nie zu spät, etwas zu tun“, sagte Paul Altmann. An der Mitmach-Aktion in Calenberg, bei der am vergangenen Wochenende 500 Freiwillige 1300 junge Bäume in den Boden setzten, hätten sich die Aktiven beteiligt. Weitere eigene Aktionen würden folgen. Am Samstag, 14. Dezember, zum Beispiel möchten sich die Aktiven ab 14.30 Uhr an der Diemel bei Warburg treffen, um dort Müll zu sammeln.

Kommentare

Klima-Angst

Die demonstrieren dafür das uns die Politiker Geld aus der Tasche ziehen. Der Benzinpreis geht ja wegen dem Klima in den nächsten Jahren schon nach oben, wegen zusätzlicher Aufschläge. Ich werde nicht 1 Meter weniger fahren weil man hier in der Provinz das Auto braucht. Diese Leute sind wirklich super intelligent, für ihre eigene Verarmung zu demonstrieren. Wobei ich Zweifel habe das es auch nur minimale Auswirkungen auf das Klima hat, aber auf unsere Geldbörsen! Desweiteren ist die German-Angst in der Welt schon ein Begriff. Es gibt die Atomenergie Angst, dann hatten wir eine Phase der Computer-Angst, Waldsterben-Angst, das sind immer so Wellen, heute ist Klima-Angst angesagt. Vielleicht besser mal einen Psychiater konsultieren?
Das Klima geht immer hin und her, siehe Wiki Artikel "Jahr ohne Sommer"
https://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer

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