Schließung bis Ende Juni 2020 geplant Aus für Sparda-Bank-Filiale in Warburg

Warburg (WB). Die Sparda-Bank West plant, ihre Filialen in Paderborn und Warburg bis Ende Juni 2020 zu schließen. Das hat Barbara Carvalho, Pressesprecherin der Genossenschaftsbank, am Montag auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES mitgeteilt. »Wir beabsichtigen, unsere Filialstruktur neu auszurichten. In diesem Zusammenhang haben wir entschieden, von Kunden weniger genutzte Filialen zusammenzulegen oder zu schließen«, so Carvalho.

Von Ralf Benner
Frank Becker, Filialleiter der Sparda-Bank, im August 2019 bei der Präsentation einer Sparda-Studie zum Wohnen
Frank Becker, Filialleiter der Sparda-Bank, im August 2019 bei der Präsentation einer Sparda-Studie zum Wohnen Foto: Ralf Benner

43 Filialen sollen geschlossen werden

In Ostwestfalen-Lippe hat die Sparda-Bank West keine weiteren Filialen. Die Standorte Herford und Gütersloh gehören bereits zum Kerngeschäftsgebiet der Sparda-Bank Hannover.

Sukzessiv sollen bundesweit 43 Filialen geschlossen oder zusammengelegt werden. Am Ende dieses Prozesses werde das Geldinstitut an 38 von bisher 56 Standorten mit Filialen vertreten sein. Als Hauptgrund nennt die Sparda-Bank West die fortschreitende Digitalisierung. »Aktuelle Analysen zeigen, dass unsere Kunden immer seltener eine Filiale besuchen und stattdessen andere Kontaktmöglichen bevorzugen«, erklärt Manfred Stevermann, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West.

Neue Struktur bis Ende 2022 abschließen

Die Umsetzung der neuen Filialstruktur soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Die Bank plant, möglichst von betriebsbedingten Kündigungen abzusehen. Ein Stellenabbau werde sozialverträglich gestaltet. In der Warburger Filiale am Paderborner Tor 98 sind aktuell vier Mitarbeiter beschäftigt.

Die Sparda-Bank-Filiale in Warburg hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem soliden Ergebnis beendet. Ihr Geschäftsvolumen kletterte auf 71,5 Millionen Euro (plus 1,3 Prozent), die Kundeneinlagen stiegen um 1,3 Millionen Euro auf 54 Millionen Euro (plus 2,5 Prozent). Die Neuzusagen im Baufinanzierungsgeschäft beliefen sich auf drei Millionen Euro. Für Frank Becker, Filialleiter der Sparda-Bank in Warburg, waren das im März dieses Jahres noch »sehr erfreuliche Zahlen für Banken in nach wie vor schwierigen Zeiten«.

Warburger Filiale verzeichnete solide Zahlen

Nach eigenen Angaben verzeichnete die Sparda-Bank mit 121 neuen Girokonten 2018 in Warburg ein klares Wachstum. Die Zahl der Kunden stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 4163 auf 4177. Auch die Mitgliederanzahl der Genossenschaftsbank wuchs – von 3491 auf 3505. 2018 wurden drei Millionen Euro an neuen Immobilienfinanzierungen vergeben.

Im Bereich der Privatkredite lag das Kreditvolumen Ende 2018 bei 825.000 Euro (plus 45,5 Prozent). Aufwärts ging es auch bei den Kundeneinlagen. Sie lagen Ende 2018 bei 54 Millionen Euro (plus 2,5 Prozent). Das Volumen der Kundenanlagen beim Fondspartner Union Investment konnte um 3,6 Prozent auf 10,9 Millionen Euro gesteigert werden.

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