Waldinformationszentrum Hammerhof thematisiert Klimawandel
Arktis und Antarktis im Fokus

Warburg (WB). Mit einer Klimaschutzwoche vom 5. bis zum 10. November bietet das Waldinformationszentrum Hammerhof in Warburg-Scherfede in der laufenden Diskussion verschiedene Veranstaltungen zum Thema an.

Freitag, 01.11.2019, 14:00 Uhr
Der Eisbär ist das Symbol des Klimawandels geworden. Im ewigen Eis sind diese großen Räuber für Menschen aber auch eine stetige Gefahr. Davon wird am Hammerhof in zwei Vorträgen in der kommenden Woche berichtet. Foto: Simone Flörke

Zwei Vorträge über die Pole der Erde führen Interessierte dorthin, wo der Klimawandel besonders deutlich zu beobachten ist. Eine begleitende Ausstellung zeigt die Schönheit der eisigen Natur, die durch den Klimawandel bedroht ist.

Faszination Spitzbergen

Zu Beginn einer Klimaschutzwoche am Hammerhof wird es am Mittwoch, 6. November, um 19 Uhr einen Vortrag mit dem Titel »Faszination Spitzbergen – Reise ans nördliche Ende der Welt« geben. Nach Aufenthalten in Lappland, Nordnorwegen, Island und Grönland besuchte der Referent Horst Thiel die einzigartige eisige Welt Spitzbergens, nur 1300 Kilometer vom Nordpol entfernt. Dort gibt es – noch – Gletscher und Polarlichter.

Bemerkenswert ist die Tierwelt, dazu gehören Eisbären, die überall auftauchen können und der Grund dafür sind, dass die Ortschaft Longyearbyen nur in Begleitung eines bewaffneten Guides verlassen werden kann. Dieser Posten musste auch in der Nacht Wache stehen, als der Referent Aufnahmen mit seiner Kamera von den Polarlichtern machte.

Auf Spitzbergen gibt es auch völlig Unerwartetes: Arbeit für Menschen aus 20 oder mehr Nationen, eine Universität, zahlreiche Forschungsstationen und im ewigen Eis den weltweit größten Saatgut-Tresor. Es entsteht sogar gegenwärtig in einem stillgelegten Bergwerk tief unter der Erde bei dauerhaft -18 Gard ein Sicherungsort für einzigartige Kunstwerke der Menschheit. Eingegangen wird auch auf den Klimawandel, der selbst vor dem »Ewigen Eis« nicht halt macht.

Expedition ins Eis

In der Schlussveranstaltung der Klimaschutzwoche im Kreis Höxter berichtet die Journalistin Simone Flörke über eine Expedition, die an das südlichste Ende der Welt führt. Der Erlebnisbericht beginnt am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr im Hammerhof. Flörke nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise in die Antarktis, die von Ushuaia an der Spitze des südamerikanischen Kontinents über die Falklandinseln, Südgeorgien und die Südorkneys bis auf die antarktische Halbinsel führte. Fast vier Wochen Aufenthalt zwischen sechs Pinguin-Arten, Seelöwen, Seeelefanten und Seeleoparden, Orcas und Buckelwalen. Faszinierend ist die Geschichte ehemaliger Walfängerstationen und Entdecker in einer Landschaft aus Fels und Eis.

In ihrem Vortrag wird die Referentin auch den Umwelt- und Klimaaspekt in den Blick nehmen – die Veränderungen durch den menschlichen Einfluss und die Zivilisation, die sich dem Reisenden in Antarctica anders zeigen als in der Arktis.

Fotoschau

Im Anschluss an den Vortrag erfolgt ein Rundgang durch die Fotoausstellung »Polare Welten«. Die Schau ist bis zum 24. November im Hammerhof zu sehen und zeigt einen Querschnitt an Fotos von Flora und Fauna in den polaren Welten ganz im Norden und ganz im Süden der Erde. Aber auch von dem Eingriff der Menschen in diese Regionen. Entstanden sind die Fotos von Eisbären bis Pinguinen, von Gletschern bis zu Kathedralen aus Eis auf verschiedenen Reisen, die die Journalistin Simone Flörke unternommen hat.

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