Sommerfest des Jugenddorfes Petrus Damian: Neues Angebot wird gezeigt
Kletterer erklimmen neue Freizeithalle

Warburg (WB). Zum Sommerfest des Jugenddorfes Petrus Damian in Warburg konnte Einrichtungsleiter Elmar Schäfer am Sonntag etwa 2000 Besucher begrüßen. Dabei wurde eine neue Kletter- und Freizeithalle in Betrieb genommen.

Montag, 09.09.2019, 07:02 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 07:20 Uhr
Eine alte Lagerhalle wurde beim Sommerfest erstmals als neugestaltete Kletter- und Freizeithalle präsentiert. Auch Malin Stuckenbrock (9) wagte sich gleich hoch hinaus. Foto: Daniel Lüns

»Die Halle haben wir schon lange«, erklärte Schäfer. Früher habe sie als Lager gedient. Etwa eineinhalb Jahre lang sei sie nun nach und nach umgebaut worden. Nun können sich die Nutzer über eine großzügige Kletterecke freuen.

Ein Erlebnispädagoge des Jugenddorf-Teams gestaltete den Aufbau der Anlage mit, erklärte Schäfer. Zudem laden Tore zum Fußballspielen ein, auch gibt es Spielgeräte. Eine Wand wurde zur Kino-Ecke hergerichtet, inklusive Leinwand und Boxen.

Ecke auch für therapeutische Maßnahmen

Die Kletterecke soll künftig auch für therapeutische Maßnahmen genutzt werden. »Dort kann man auch Vertrauen gewinnen«, sagte der Einrichtungsleiter. »Zum Beispiel wenn ich klettere und unten steht einer, der mich sichert.«

Zudem könnten die Kletterer neben Spaß auch eine Menge Selbstvertrauen gewinnen. Der Bereich könne auch für Teambildungs-Maßnahmen der Jugenddorf-Mitarbeiter genutzt werden.

Für die Malerarbeiten in der Halle wurde die Firma Ihmor engagiert, die Firma Freitag schuf in der Halle einen Sanitärbereich. Die dafür nötigen Maurerarbeiten erledigte die Firma Böhnke. Den Großteil der Arbeiten jedoch hätten die fünf Handwerker des technischen Dienstes des Jugenddorfes erledigt.

Umbau der Halle kostete etwa 90.000 Euro

Das habe viel Geld gespart. Dennoch habe der komplette Umbau etwa 90.000 Euro gekostet. Davon seien 50.000 Euro in die neue Kletterwand, Helme und Gurte investiert worden. Bezahlt worden sei das Projekt zum Teil aus Eigenmitteln, aber auch aus Spenden.

»Die Halle ist Teil unseres Projektes ›Spielräume‹, das wir vor drei Jahren begonnen haben«, erklärte Schäfer. Dafür sei ein Crowdfunding ins Leben gerufen worden. Die größte Einzelspende habe eine stolze Höhe von 10.000 Euro.

Zum Projekt »Spielräume« gehörten neben der Kletter- und Freizeithalle auch das Bistro und Container, in denen Spielgeräte lagern. In einem Bauernhof-Haus, das bald eröffnet werden soll, sollen Kinder und Jugendliche »einen Bezug zur Natur bekommen«, sagte der Einrichtungsleiter. »Über diese Angebote möchten wir auch neue Fördermöglichkeiten bieten.«

Familien aus der Nachbarschaft kommen

Zum Sommerfest waren nicht nur Angehörige und Mitarbeiter, sondern auch Familien aus der Nachbarschaft gekommen. Die Besucher konnten sich – neben dem Hallenbesuch – über viele weitere Programmpunkte und Aktionen freuen. Los ging der Tag um 11 Uhr mit einem Wortgottesdienst.

Dabei wirkte auch der Jugend- und Kinderchor »Howenga-Kids« mit. Auf dem Festgelände konnten die Gäste unter anderem auf Pferden reiten, die DRK-Hundestaffel besuchen oder verschiedene Spiele ausprobieren.

Zu einem Hip-Hop-Workshop lud Robert Klann ein. Zudem wartete ein Kuchenbuffet auf die Gäste. Neben einem Bühnenprogramm stand auch ein Fußballspiel, bei dem Mitarbeiter gegen Jugendliche antraten, auf dem Programm.

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