Pläne zur Warburger Desenbergstraße
Anhörungsstart für Eisenbahnprojekt

Warburg (WB/dal). Die Deutsche Bahn Netz AG möchte die Eisenbahnüberführung an der Desenbergstraße in Warburg voraussichtlich zwischen August 2021 und Dezember 2024 restaurieren. Im dazugehörigen Planfeststellungsverfahren beginnt nun die Anhörung.

Sonntag, 08.09.2019, 17:14 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 17:58 Uhr
Die drei nördlichen Stahlüberbauten an der Desenbergstraße sollen inklusive ihrer Widerlager erneuert werden. Foto: Daniel Lüns

»Die Bezirksregierung Detmold legt die Planunterlagen zur öffentlichen Einsicht von Montag, 9. September, bis einschließlich Dienstag, 8. Oktober, bei der Bauverwaltung der Hansestadt aus«, erklärt Andreas Moseke, Pressesprecher der Bezirksregierung Detmold, in einer Mitteilung. Einwendungen könnten bis Dienstag, 22. Oktober, erhoben werden.

Die Kosten betragen etwa 13,5 Millionen Euro

Wie berichtet ist die Eisenbahnbrücke, die am Warburger Bahnhof über die Desenbergstraße führt, in die Jahre gekommen. Im Jahr 1872 wurde sie in Betrieb genommen, 1970 erfolgte die Elektrifizierung. »Eine wirtschaftliche Instandsetzung des Bauwerkes ist nicht mehr möglich«, hatte der Fachplaner Dr. Dirk Hölzer im Oktober 2018 bei einer Info-Veranstaltung im Warburger PZ erklärt.

Geplant sei, die bestehenden drei nördlichen Stahlüberbauten inklusive ihrer Widerlager zu erneuen. Angrenzende Stützmauern würden auch erneuert. Ein angrenzender vierter Betonüberbau sowie das Werkstattgebäude, das südöstlich neben der Eisenbahnüberführung steht, sollen abgerissen werden. Der südliche Überbau samt Widerlager werde nicht erneuert. Die Kosten betragen netto etwa 13,5 Millionen Euro.

Arbeiten sollen in neun Bauphasen geschehen

Die Arbeiten sollen in neun Bauphasen aufgeteilt werden. Im Jahr 2023 soll es auch eine einjährige Baupause geben. Eine komplette Straßensperrung soll nur ein drei Tagen nötig sein. Jedoch könne es zu voll- und halbseitigen Sperrungen des betroffenen Straßenabschnittes kommen.

Wer von dem Bauvorhaben betroffen ist, kann bei der Stadt Warburg oder bei der Bezirksregierung Detmold schriftlich oder zur Niederschrift Einwendungen erheben. »Die Erhebung einer Einwendung per E-Mail mit qualifizierter, elektronischer Signatur oder als DE-Mail ist möglich. Eine Übermittlung per ›einfacher ­E-Mail‹ ist nicht ausreichend«, wird Jochen Bode, zuständiger Dezernent bei der Bezirksregierung Detmold, in der Mitteilung zitiert.

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