Großübung in Warburg: Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst im Einsatz
Helfer proben den Ernstfall

Warburg (WB). Lichterloh brennt das Auto, als die Feuerwehr eintrifft. Absitzen, Atemschutz anlegen, Ausrüstung bereitmachen! Mit Löschschaum ersticken die Helfer das Feuer – geschafft. Die Beobachter sind zufrieden. Diese Übung haben die Retter gut gemeistert.

Montag, 09.09.2019, 03:30 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 12:42 Uhr
Schaum marsch: Auch im Warburger Industriegebiet Lütkefeld übten die Feuerwehrleute verschiedene Szenarien. Auf dem Gelände der Firma Brauns-Heitmann probten die Helfer zum Beispiel das Löschen eines brennenden Autos. Dabei kam auch Löschschaum zu Einsatz. Foto: Daniel Lüns

Das Szenario war am Samstag Teil einer Großübung in Warburg. Die Retter der Feuerwehr Warburg – mehr als 100 Einsatzkräfte – waren mit 16 Fahrzeugen unterwegs. Sieben Helfer der DLRG-Ortsgruppe packten mit an.

Angehenden Notfallsanitätern des Rettungsdienstes blickte Peter Stahl, Notarzt und Feuerwehrarzt des Landkreises Kassel, über die Schulter. Vertreter der Wehren aus Borgentreich und Marsberg waren Beobachter.

Helfer meistern vier Szenarien

Großübung in Warburg

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Vier Szenarien hatten die Helfer vorbereitet. Im Warburger Feuerwehrgerätehaus wartete eine ausgelöste Brandmeldeanlage. Drei Szenarien spielten im Gewerbegebiet Lütkefeld. Am Speckgraben musste eine eingeklemmte Person aus einem Unfallauto gerettet werden. Die Firma Brauns-Heitmann hatte weitere Orte zur Verfügung gestellt: In einer Werkshalle brannte ein Gabelstapler, ein Mensch war verletzt worden. Auf einem Platz wiederum musste ein Autobrand gelöscht werden.

Zwei Feuerwehreinheiten arbeiteten jeweils zusammen. Pro Szenario hatten sie etwa eine Stunde Zeit. Im Fokus der Großübung standen vor allem die Abläufe vor Ort. Gerade die Anfahrtsphase sei für die Helfer kritisch, erklärte Jürgen Rabbe, Leiter der Feuerwehr Warburg.

Schnell sortieren, richtig entscheiden

»Man weiß nicht genau, was auf einen zukommt. Viele Einheiten treffen auch erst nacheinander am Einsatzort ein«, sagte Rabbe. Dann gelte es, sich schnell zu ­sortieren und Prioritäten festzulegen – und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die ersten 15 bis 20 Minuten würden von Feuerwehrleuten daher auch »Chaosphase« genannt. Rabbe: »Aber diese Zeit entscheidet, wie erfolgreich der Einsatz ist.« Daher seien bewusst Szenarien ausgewählt worden, welche die Einsatzkräfte immer wieder in Atem hielten – oder die eine besondere Übung erforderten, wie etwa der Umgang mit Löschschaum. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Helfern sollte weiter vertieft werden.

Zweite Großübung dieser Art

2017 hatte es die erste Großübung dieser Art gegeben. Nun folgte die zweite Probe. Start und Ziel der Aktion war dabei der Warburger Schützenplatz. Die Ortsgruppe Warburg der DLRG fungierte dort als sogenannter Bereitstellungsraum. Auf diesem Posten war sie dafür ­zuständig, Kräfte nach deren Einsätzen zu sammeln, zu gliedern und für die nächsten Szenarien bereitzustellen. Nebenan stand der Einsatzleitwagen (ELW) der Feuerwehr. Von dort aus wurden die Einheiten koordiniert.

Um trotz der Übung den Grundschutz für die Bevölkerung zu gewährleisten, probten die Helfer zwischen 8 und 17 Uhr in Etappen. Danach folgte eine Aussprache im Feuerwehrgerätehaus. Dort kam auch die Rettungshundestaffel Paderborn dazu. Auch die Vierbeiner zeigten im Rahmen einer Übung ihr Können.

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