Musiker Peter Ernst wird mit dem Kulturpreis der Stadt Warburg ausgezeichnet
Preisträger dankt mit Kurzkonzert

Warburg (WB). Peter Ernst wurde mit dem Kulturpreis der Stadt Warburg ausgezeichnet. Der 47-jährige Bochumer hat sich im Warburger Land – und darüber hinaus – unter anderem als musikalischer Leiter der Meisterkonzerte einen Namen gemacht.

Donnerstag, 05.09.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 10:12 Uhr
Der Musiker Peter Ernst wurde mit dem Kulturpreis der Stadt Warburg ausgezeichnet. Als erster Preisträger spielte er den Anwesenden nach der Verleihung im Rathaus zwischen den Städten noch etwas vor. ­Bürgermeister Michael Stickeln hörte gebannt zu. Foto: Daniel Lüns

Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln sprach Ernst ein »herzliches Wort des Dankes« aus. Seit nunmehr 20 Jahren sei er der »künstlerische Kopf« der Meisterkonzert-Reihe. Diese genieße weit über die Hansestadt hinaus einen exzellenten Ruf. »Und zwar weil du es mit dem Beirat zusammen immer wieder schaffst, ein so exzellentes Programm auf die Beine zu stellen«, sagte Stickeln.

Kulturpreis des Kreises Höxter 1991 erhalten

Jury-Mitglied Ute Schlinker, die Peter Ernst seit vielen Jahren kennt, hielt die Laudatio. Den Bochumer, der in Warburg seine Jugend verbracht hatte, würdigte sie als Ausnahmetalent. »Wenn man deinen Lebenslauf liest, kommt man aus dem Staunen nicht heraus«, sagte Schlinker. Früh habe er auf einem Tennisschläger Luftgitarre gespielt, mit elf Jahren griff er dann zum richtigen Instrument. Und ließ es bis heute nicht mehr los.

Ernst habe sich ganz seiner Musik verschrieben. Zahlreiche nationale und internationale Preise zeugten davon. Bereits im Jahr 1991, als Schüler, sei ihm der Kulturpreis des Kreises Höxter verliehen worden. Nicht nur als Solist, sondern auch in Duos, Trios oder Quartetten sei der 47-Jährige weltweit sehr erfolgreich. »Die Liste der ganzen Ensembles ist lang«, sagte Schlinker. Das sei auch die Liste seiner Werke: 15 CDs seien durch sein Mitwirken entstanden.

Er agiert vor allem hinter den Kulissen

»Aber nicht nur dein Gitarrenspiel macht dich aus. Es ist auch dein Humor«, führte Schlinker weiter aus. Ernst sei bekennender Fan von Helge Schneider und Otto Waalkes – und habe das auch früh nach Außen getragen. So habe er als 15-Jähriger in der Münchener Innenstadt den »Schwamm-Drüber-Blues« des ostfriesischen Komikers gespielt. Später zog es ihn um die Welt. Für seine musikalische Ausbildung machte er unter anderem in Weimar, Wuppertal, Würzburg und New York Halt.

»Für die Warburger bist du ein musikalisches Vorbild – und immer Warburger. Auch wenn du seit deiner Jugend nicht mehr hier wohnst«, sagte Schlinker. Auch seine Bescheidenheit zeichne Ernst aus. Als Organisator agiere er zudem hinter den Kulissen, etwa bei den Warburger Meisterkonzerten oder dem Kauf des neuen Steinway-Flügels.

Frau Gunda als große Stütze

Auch bei den Wrexener Sommerkonzerten wirkte er mit. Und nachdem die beliebte Konzertreihe nach stolzen 50 Jahren ihr Ende fand, schuf Ernst gemeinsam mit Michael Wiedenmann, dem neuen Inhaber des Bahnhofes Wrexen, einen Nachfolger: Den »Konzertsommer im Diemelland«.

Peter Ernst erntete langen Applaus – und war überwältigt. »Dass ich mal hier stehe, damit habe ich nicht gerechnet, zumal ich ja nicht mehr hier wohne«, sagte der 47-Jährige. »Natürlich fühle ich mich mit Warburg sehr verbunden. Aber das fällt auch nicht schwer.« Die Stadt biete ein großes kulturelles Programm, das nicht nur von vielen Menschen organisiert, sondern auch besucht werde. »Das ist einmalig. Auch deshalb liebe ich meine Heimat«, betonte der Musiker.

In all den Jahren sei ihm seine Frau Gunda stets eine sehr wichtige Stützte gewesen. Denn während seiner Auftritte kümmere sie sich um die beiden Töchter Maria (6) und Alma (2). Aber auch die ganzen genannten Veranstaltungen, an denen er mitwirkt, könne man alleine nicht stemmen. Ernst: »Daher danke ich für das gemeinschaftliche Kulturmachen.«

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