Kreis strebt Teilnahme an Schulversuch »Regionales Berufsbildungszentrum« an
»Dortmunder Modell« als Chance

Brakel (WB). Ist das »Dortmunder Modell« für ein »Regionales Berufsbildungszentrum«, eine Chance für den Kreis Höxter, seine drei Berufskollegs in Höxter, Brakel und Warburg auf Dauer zu erhalten? Dieser Frage wollte der Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Kreisentwicklung bei seiner jüngsten Sitzung nachgehen.

Freitag, 06.09.2019, 02:02 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 03:00 Uhr
Der Kreis möchte alle Standorte erhalten: Brakel (Foto), Höxter und Warburg. Foto: Jürgen Köster

Dem Gremium lagen jedoch noch nicht ausreichend detaillierte Informationen über die Rahmenbedingungen zur Teilnahme an dem entsprechenden Schulversuch vor, um darüber zu entscheiden. Es beauftragte daher die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Schulleitungen der Berufskollegs sich mit den Rahmenbedingungen zur Teilnahme am Schulversuch »Regionales Bildungszentrum« auseinanderzusetzen und einen Antrag zur Teilnahme an demselben zu erarbeiten.

Regionales Berufsbildungszentrum

Ausgangspunkt ist ein in den Jahren 2012 bis 2018 in Dortmund entwickeltes Modell »Regionales Berufsbildungszentrum« (RBZ). Hier haben sich in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft acht Berufskollegs im Stadtgebiet Dortmund zusammengeschlossen. Das RBZ biete einen organisatorisch neuen Rahmen für die Zusammenarbeit von Berufskollegs und dem Schulträger untereinander und binde zudem andere Akteure beziehungsweise Verantwortliche aus der beruflichen Bildungsregion mit in Planungsprozesse ein, hatte die Kreisverwaltung in ihrer Sitzungsvorlage informiert.

Als Ziele werden genannt:

• eine abgestimmte, nachhaltige und schulübergreifende Zukunftsentwicklung der Berufskolleg-Landschaft in der Region an den vorhandenen Berufsschulstandorten;

• Sicherstellung eines qualitativ hochwertigen, betriebsstätten- und wohnortnahen Bildungsangebots für die Region;

• Qualitätssicherung und -verbesserung des Bildungsangebots;

• ein verbessertes Ressourcen- und Personalmanagement;

• eine Bündelung von Aufgaben im RBZ, die sonst in den Berufskollegs jeweils eigenständig bearbeitet würden;

• gemeinsames Auftreten nach außen. Dieses Modellprojekt solle als Schulversuch nun auch für andere kreisfreie Städte und Kreise geöffnet werden.

»Mit diesem Modell können wir doch genau das umsetzen, was wir wollen«, betonte Bernd Grundkötter (CDU). »Wenn auch mit höherem Personalaufwand und höheren Kosten. Ich hoffe, dass wir in den Versuch hineinkommen.«

Schulversuch

Das hoffte auch Friedhelm Spieker. »Dortmund hatte die gleichen Sorgen wie wir«, urteilte der Landrat. Die Crux: Nur zwei Kreise je Regierungsbezirk können an dem Schulversuch teilnehmen. »Sobald die Bedingungen für die Teilnahme auf dem Tisch liegen, muss unser Antrag bereits fertig vorliegen, damit wir zu den ersten gehören«, erklärte Bernd Grundkötter.

Johannes Reineke (SPD) wollte jedoch nicht »die Katze im Sack kaufen«. Seine Fraktion benötige mehr Informationen. Zusätzlich forderte er ein Gespräch mit der Bezirksregierung. Bei vier Enthaltungen der SPD sprach sich der Ausschuss für den Beschluss aus, dass sich die Verwaltung mit den Rahmenbedingungen zur Teilnahme am Schulversuch auseinandersetzt und einen Antrag zur Teilnahme erarbeitet.

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