Pennig-Haus: Bürgermeister soll Denkmaleintrag vorantreiben
Stadt wartet auf Brief aus Salzkotten

Warburg (WB/vah). Die Frage, ob das Pennig-Haus an der Marktstraße nun ein Denkmal wird oder nicht, ist am Dienstagabend im Warburger Rat erneut nicht abschließend entschieden worden.

Dienstag, 03.09.2019, 22:45 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 23:00 Uhr
Die Stadt Warburg wartet auf ein Schreiben des Besitzers, das Pennig-Haus unter Denkmalschutz stellen zu dürfen. Foto: Ralf Benner

Allerdings wurden Bürgermeister Michael Stickeln und die Verwaltung beauftragt, das Verfahren für die Eintragung in die Denkmalliste voranzutreiben und gemeinsam mit dem Eigentümer »ein schlüssiges Konzept zu erarbeiten, wie das gehen kann«, machte CDU-Fraktionschef Willi Vonde in seinem Antrag deutlich.

Hintergrund dieser Vorgehensweise: Wie berichtet hatte der Besitzer der Immobilie an der Marktstraße, ein Unternehmen aus Salzkotten, nach langen Diskussionen in Warburg angekündigt, selber den Denkmalschutz beantragen zu wollen . Eigentlich wollte er das alte Schuhhaus abreißen lassen.

Dieser mündlichen Ankündigung, das Gebäude nun doch erhalten zu wollen, sei aber noch keine schriftliche gefolgt, berichtete Bürgermeister Michael Stic­keln weiter. Auf dieses Papier müsse der Form halber aber gewartet werden. Er gehe aber fest davon aus, dass das Schriftstück bald vorliege. Da die Eintragung in die Denkmalliste jedoch ohnehin ein Verwaltungsakt sei, bat er den Rat darum, die weiteren Schritte regeln zu dürfen. Dem stimmten die Mitglieder bei Enthaltung der Grünen auch zu.

Dass das Schreiben noch nicht eingegangen ist, verwunderte aber so manches Ratsmitglied. »Wir wollen hoffen, dass der Investor auch liefert, was er versprochen hat«, machte Wolfgang Gumm (Bürger Union) deutlich. Und Hilla Zavelberg-Simon (Grüne) stellte die Frage, was geschehe, wenn der Brief nicht eintreffe. Klare Antwort des Bürgermeisters: »Dann sind Sie alle wieder mit im Boot.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6898982?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F
Krisenstab mietet Wohnsiedlung für positiv getestete Tönnies-Mitarbeiter an
Symbolbild. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker