Warburger Stadtrat will noch mehr Blühflächen schaffen
Laternen bleiben an

Warburg (WB/vah). Der Warburger Stadtrat hat am Dienstagabend mit Stimmen von CDU, Bürger Union und FDP abgelehnt, ab 23 Uhr jede zweite Straßenlaterne im Stadtgebiet auszuschalten. Nur die Fraktion der Grünen stimmte für den Vorschlag eines Bürgers, die SPD enthielt sich.

Dienstag, 03.09.2019, 20:41 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 20:44 Uhr
Weitere solcher Blühstreifen sollen in Warburg angelegt werden. Foto: Jürgen Vahle

Der Altstädter Bernhard Henze hatte die Halbabschaltung in einem Bürgerantrag gefordert, den es im Warburger Rat ausgesprochen selten gibt. Henze, der in der Klockenstraße wohnt, hatte Umweltschutz- und Kostengründe als Grundlage für seinen Antrag genannt. »Wofür brauchen wir nachts fast taghell erleuchtete Straßen«, fragte der Altstädter in seinem Antrag.

Nur geringes Einsparpotential

CDU-Fraktionschef Willi Vonde war da ganz anderer Meinung. Die gesamte Straßenbeleuchtung Warburgs sei zuletzt auf LED-Lichter umgeschaltet worden. Dadurch würde bereits pro Jahr eine Million Kilowattstunden Strom gespart. Hubertus Kuhaupt (CDU) machte deutlich, dass eine solche Halbabschaltung auch maximal in Teilen der Kernstadt möglich sei. In den Dörfern stünden die Laternen oft so weit auseinander, dass es aus Sicherheitsgründen schlicht nicht möglich sei, auf einzelnen Lichtquellen zu verzichten. Der 1. Beigeordnete Klaus Braun bestätigte das und bezifferte die Ersparnis bei einer Halbschaltung auf etwa 5000 Euro pro Jahr. Das sei im Vergleich zu den zu erwartenden Problemen zu wenig.

Kaum Dunkelheit in der Altstadt

Unterstützt wurde Bernhard Henzes Bürgerantrag von den Grünen. Doris Hauck beklagte, dass man vor allem in der Altstadt kaum die Chance hätte, im Dunklen zu schlafen – es sei den, man schließe die Rollos. Hauck ließ auch die Sicherheitsfrage nicht gelten: »Ab 23 Uhr – wer ist da noch auf der Straße?« Die Mehrheit des Rates sah das aber anders.

Blühwiesen einstimmig gewollt

Einstimmig angenommen wurde jedoch ein zweiter Antrag. Bernhard Henze hatte gefordert, in den kommenden Jahren so viel Blühflächen wie vertretbar anzulegen. Hier war der Rat durchweg auf der Seite des Altstädters. Die Verwaltung soll nun prüfen, welchen Flächen naturnah umgewandelt werden können. Das sei ohnehin eine Daueraufgabe, sagt Bürgermeister Michael Stickeln.

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