Großübung auf dem Areal der Warburger Zuckerfabrik – mit Video
Lebensretter für die Zukunft ausbilden

Warburg (WB). Verletzte Menschen, Rauch, dunkle Fa­brikräume und Explosionen: Die Übung auf dem Areal der Warburger Zuckerfabrik hat die zehn- bis 17-jährigen Nachwuchskräfte der Feuerwehr, der Malteser, des Deutschen Roten Kreuzes und Technischen Hilfswerkes vor große Herausforderungen gestellt. Etwa 350 junge Einsätzkräfte aus dem Kreis Höxter sind am Samstag zu der Großübung alarmiert worden.

Montag, 02.09.2019, 09:16 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 09:25 Uhr
Bei der Rettung der Verletzten müssen die jungen THW-Mitglieder aus Warburg und Höxter ihr gelerntes Wissen immer wieder neu abrufen. Aurel Scholz, Jugendbeauftragter des THW Höxter, unterstützt die Jungen und Mädchen dabei: »Die verschiedenen Knoten üben wir immer wieder. Jetzt trainieren wir das Einbinden einer verletzten Person auf einer Trage unter realistischen Bedingungen.« Foto: Silvia Schonheim

Das Szenario: Ein Flugzeug ist in ein Gebäude der Fabrik gestürzt. Wrackteile liegen überall, mehrere Brände sind ausgebrochen. Verletzte irren über das Gelände, müssen aus großer Höhe oder auch aus einem Schacht gerettet werden. Drehleitern kommen genauso zum Einsatz wie Atemschutzgeräteträger.

Großübung in Warburg

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»Wenn die Jugendlichen in den aktiven Dienst wechseln, dann müssen sie auch zusammenarbeiten. Wir fangen früh an, genau das zu üben«, sagt Kreisjugendfeuerwehrwart Florian Mantel. Er hat die Übung gemeinsam mit Heinrich Mantel (Warburg) und Thomas Rüthers (Bad Driburg) seit Monaten geplant.

Mit Blaulicht und Martinshorn zum »Unglücksort«

Gegen 12.30 Uhr wird der Alarm in den vier Bereitschaftsräumen in Borgentreich, Warburg, Scherfede und Peckelsheim ausgelöst. Von ihren Stützpunkten aus fahren die Einsatzkräfte unter Blaulicht und Martinshorn im Marschverband zum »Unglücksort« – der Zuckerfabrik.

»Wir stellen das vier Hektar große Gelände gerne für diese Zwecke zur Verfügung«, sagt Maschinenmeister Ludwig Amrehn von der Südzucker AG. »Ich war selber mal Feuerwehr-Jugendwart in der Nähe von Würzburg. Ich weiß, wie wichtig solche Übungen sind.« Da die Rübenkampagne noch nicht gestartet sei, »ist der Einsatz der jungen Leute auf dem Areal derzeit kein Problem.«

Alle zwei Jahre gibt es eine solche Großübung für die Jugendfeuerwehren im Kreis Höxter sowie die Jugendabteilungen von THW, DRK und Malteser.

Die zweistündige Übung ist in vier Abschnitte unterteilt. »Die jungen Zugführer müssen sich selbstständig einarbeiten, können sich aber auch Hilfe bei ihrem erfahrenen Begleiter holen«, erklärt Thomas Rüthers.

Die Einsatzübungen reichen von Wasserförderung und Brandbekämpfung über Personensuche und Menschenrettung bis hin zu Technischer Hilfeleistung und Verletztenversorgung.

Unfalldarsteller lassen Szenerie realistisch wirken

26 Darsteller – zumeist von der Jugendfeuerwehr Haaren, aber auch aus den eigenen Reihen – lassen die Szenerie realistisch wirken. Dazu gehören Hilfeschreie genauso wie per Schminke aufgebrachte Brandwunden. An einem Sammelpunkt werden die Verletzten medizinisch versorgt.

Die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung ist über einen Brunnen und einen Teich auf dem Gelände gesichert.

»Eine solche Übung ist für uns Mitgliederwerbung, schließlich sind alle mit Spaß bei der Sache«, sagt Sascha Meyer, Leiter der THW-Geschäftsstelle Arnsberg.

Positives Fazit

»Bislang haben wir von den Mitwirkenden nur positive Rückmeldungen bekommen«, zieht Florian Mantel ein erstes Fazit. »Ich bin begeistert, dass alles reibungslos funktioniert hat.«

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