Hartmut Kleimann zeigt 19 Fotocollagen im Museum im »Stern«
Kunst zum Entschlüsseln

Warburg (WB). Das scheinbare »durcheinander« – so der Titel der neuen Ausstellung im Museum im »Stern« – lädt zum genauen Hinsehen, Rätseln und Entdecken ein. Wer die Fotocollagen von Hartmut Kleimann im Detail betrachtet, wird vielleicht die klaren Kompositionen hinter den 19 Kunstwerken erkennen.

Montag, 02.09.2019, 09:30 Uhr
Hartmut Kleimann fotografiert Alltägliches und kreiert aus diesen Bildern eine mehrschichtige Collage, farbgewaltige Kunstwerke auf Blech gedruckt. Foto: Silvia Schonheim

Die Ausstellung in der Galerie ist am Sonntag unter musikalischer Begleitung von Michael Kuhaupt eröffnet worden. Der Warburger Künstler Hartmut Kleimann zeigt 19 Fotocollagen , Schicht für Schicht gedruckt auf hochglänzenden Aluminiumplatten. Es ist bereits die zweite Ausstellung, die der Sportjournalist im »Stern« zeigt.

Erste Ausstellung im Museum im »Stern« sehr erfolgreich

2016 hatte er unter dem Titel »Konserviert« mit Motiven aus den leer stehenden Hallen des Nahrungsmittelwerkes an eine untergegangene Indus­triephase Warburgs erinnert.

Heinz Josef Besse suchte in seiner Einführung nach Antworten auf zwei Fragen: »Worin besteht das Durcheinander? Verbirgt sich hinter der scheinbaren Unübersichtlichkeit nicht doch die ordnende Hand des Fotokünstlers?« Zudem begab er sich auf die Suche nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten zu der sehr erfolgreichen Ausstellung »Konserviert« im August 2016.

Farbgewaltige Collagen in ungewöhnlichen Formaten

Gemeinsamkeiten fand er in der Farbigkeit als ein typisches Element der Bildästhetik. »Und auch in dieser Ausstellung erscheinen wieder außergewöhnliche Formate«, so Besse. Quadratische Fotocollagen seien genauso zu sehen wie extrem schmale Hochformate.

Weil Hartmut Kleimann den Betrachter nicht in eine Richtung lenken möchte, tragen auch diese in den vergangenen zwei Jahren entstandenen Werke nur Ziffern, keine Namen. Eine weitere Gemeinsamkeit: Die Fotos der Ausstellung »Konserviert« waren auf dünnem Blech gedruckt. Das ist auch bei der aktuellen Ausstellung »durcheinander« der Fall.

Künstler setzt Fotografien zu Kunstwerken zusammen

»Bei den heute ausgestellten Objekten handelt es sich aber nicht um normale Fotos, sondern um Fotocollagen«, betonte Besse einen wesentlichen Unterschied. Der Künstler habe vereinfacht gesagt, zunächst verschiedene Fotos, ganze oder in Ausschnitten, genommen und sie zu einem neuen Bild, einer Fotocollage, zusammengesetzt. »Dieses Komponieren ist die eigentliche künstlerisch-kreative Leistung des Fotografen. Hier arbeitet er frei nach eigenen Ideen oder nutzt zusätzlich die Möglichkeiten der modernen Digitaltechnik«, so Besse.

Bis zum 27. Oktober sind Besucher eingeladen, in den Fotocollagen das Alltägliche im Detail zu suchen und das »durcheinander« zu entschlüsseln.

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