DLRG-Ortsgruppe Warburg kümmert sich um den Wasserrettungsdienst an der Ostsee
Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Warburg/Damp (WB). Sie sind im Einsatz, wo andere in den Sommerferien Urlaub machen: Neun Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Warburg sind im Wasserrettungsdienst an der Ostsee im Einsatz.

Dienstag, 06.08.2019, 10:01 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 10:20 Uhr
Teamarbeit ist alles: Die Rettungsschwimmer, die in Damp eingesetzt sind, kommen aus ganz Deutschland. Zu den Mitgliedern der DLRG Warburg gehört auch Isabel Pleuger (8. von rechts).

Die Sonne scheint, die Wellen rauschen, die Möwen schreien: Der kleine Ort Damp an der Ostseeküste ist ein beliebter Ferienort für Familien mit Kindern. Die 16-jährige Isabel Pleuger aus Warburg ist allerdings nicht zum Urlaub machen dort: Sie ist gemeinsam mit 18 weiteren Rettungsschwimmern auf der Wasserrettungsstation Damp eingesetzt.

Montags bis sonntags, immer von 9 bis 18 Uhr, arbeitet sie zusammen mit ihren Kollegen im Wasserrettungsdienst und sorgt sich um das Wohlergehen der planschenden Badegäste. Isabel Pleuger ist mit acht weiteren Mitgliedern der DLRG-Ortsgruppe Warburg für zwei Wochen nach Damp gefahren, die anderen Rettungsschwimmer vor Ort kommen aus ganz Deutschland.

»Sind die Quallen gefährlich?«

Für die Warburgerin ist es der erste Einsatz an der Küste. »Ich bin hier, weil mir schon der Wachdienst am See immer Spaß gemacht hat und man bei seinem Dienst viele neue Leute kennenlernt«, sagt sie. Und obwohl sich die Mitglieder der Wachmannschaft zu Beginn nicht wirklich kannten, arbeiteten alle gut zusammen, berichtet sie. »Diese Zusammenarbeit, besonders im Einsatzfall, hat mich bisher am meisten beeindruckt«, erzählt die Schülerin rückblickend.

Ihr Alltag an der Ostseeküste ist allerdings nicht so spektakulär, wie es bei der beliebten US-Fernsehserien »Baywatch« im TV den Anschein hat. Es sei aber eine anspruchsvolle Tätigkeit. »Wir machen regelmäßig Kontrollgänge, haben Sanitätseinsätze, wenn sich jemand am Strand verletzt hat, und wir beantworten die Fragen der Badegäste«, erläutert sie. Die am häufigsten gestellten Fragen, die sie zu hören bekommt: »Wie wird das Wetter heute?« oder »Sind die Quallen gefährlich?«.

6000 Rettungsschwimmer helfen

In der Zwischenzeit haben Pleuger und ihre Kollegen noch genug Zeit, auch selbst einmal im Meer zu schwimmen und für den Ernstfall zu üben. Wie Pleuger, so haben im vergangenen Sommer knapp 6000 Rettungsschwimmer ihren Sommer an den Stränden von Nord- und Ostseeküste verbracht. Dafür brauchen die Rettungsschwimmer als Voraussetzung mindestens einen Erste-Hilfe-Kursus und das Rettungsschwimmabzeichen in Silber.

Viele bilden sich aber weiter fort, absolvieren Sanitätslehrgänge und machen Bootsführerscheine, um bestmöglich auf mögliche Notfälle vorbereitet zu sein. Pleuger: »Wer an die Küste fährt, sollte offen sein und Spaß daran haben, neue Leute kennenzulernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.« Nach zwei Wochen Einsatz in Damp steht für die Warburgerin fest: »Ich werde im nächsten Jahr wieder herkommen.«

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