Museum würdigt Engagement der BI für die Region
30 Jahre alt – und kein bisschen müde

Warburg (WB). Im Museum im »Stern« ist am Samstag die Ausstellung »30 Jahre Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal – 30 Jahre Engagement für die Region« eröffnet worden.

Montag, 05.08.2019, 08:00 Uhr
Höhepunkt des Widerstandes der BI gegen eine geplante Giftmülldeponie war die Demonstration am 6. Dezember 1993 in Detmold – mit mehr als 6000 Teilnehmern die größte Dem, die Ostwestfalen bis dahin gesehen hatte. Mit dabei war auch der mittlerweile verstorbene frühere Bundestagsabgeordnete Meinolf Michels.

Damit verbunden ist auch eine Fotoausstellung über das Kulturfest »Buntes Warburg«. Am Eröffnungstag gab es zudem einen kleinen Markt auf der Sternstraße, vor den Toren des Museums – ein Treffpunkt für Helfer und Unterstützer von »Buntes Warburg«.

Modernes Zukunftskonzept entwickelt

»In dieser, wie es vielen von außen scheint, verschlafenen Provinz ist ein Zukunftskonzept entwickelt worden, wie es heute moderner und zukunftweisender nicht sein kann«, sagte Rainer Mues, BI-Vorstand und Vorsitzender des Museumsvereins, bei der Begrüßung der Gäste im voll besetzten Beyersaal des Museums. Denn die Themen, aus denen heraus sich die BI vor drei Jahrzehnten gegründet und über so viele Jahre bestanden habe, könnten aktueller nicht sein, wie Mues betonte. Angesichts des Klimawandels seien Strategien zur Müllvermeidung, regional erzeugte Produkte, im besten Falle biologisch angebaute Lebensmittel, Erneuerbare-Energie-Konzepte und Baumpflanz-Aktionen in aller Munde.

30 Jahre BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal

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  • 30 Jahre BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal
Foto: Ralf Benner
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»Auf diesen – immer noch aktiven – Einsatz der BI können wir stolz sein«, erklärte Mues. Die Mitarbeiter der BI seien auf jeden Fall motivierter denn je. »700 zahlende Mitglieder setzen hier in unserer Region ein deutliches Zeichen«, bekräftigte er. Aktionen wie »Warburg isst« und »Buntes Warburg« hätten die Anliegen der Bürgerinitiative wieder deutlich gemacht. Die Fridays-for-Future-Bewegung, so könne man sagen, habe die Zielsätze der BI übernommen – »und wir sind froh, dass sie von der Jugend so übernommen wurden«, erklärte Mues.

Breites Bündnis mit über 3000 Mitgliedern

Der Körbecker Josef Jacobi, neben Rainer Mues einer von insgesamt fünf gleichberechtigten BI-Vorstandsmitgliedern, erinnerte lebhaft und durchaus unterhaltsam an die Anfänge der BI, die 1989 aus dem erfolgreichen Widerstand gegen eine geplante Giftmülldeponie im Warburger Land hervor ging. Im Gespräch seien Standorte zwischen Borgentreich und Natzungen oder zwischen Körbecke und Bühne gewesen, so Jacobi.

Die BI sei schnell zu einem breiten Bündnis mit damals über 3000 Mitgliedern herangewachsen. »Es gab auch Anfeindungen, gerade am Anfang, darum tut heute ein Schulterklopfen für unsere Aktionen auch ganz gut«, sagte Jacobi. Die BI werde sich auch weiterhin für die Zukunft der Region einsetzen, versprach er – frei nach dem Motto: »Nur tote Fische schwimmen nicht gegen den Strom.«

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. September an jedem Tag außer montags von 14.30 bis 17 Uhr zu sehen.

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