Historische Bürgerspiele am 9., 10. und 11. August – drei Stücke werden gespielt
Vorbereiten aufs Kälkenfest

Warburg (WB/dal). Die Bürgerspieltruppe des Heimat- und Verkehrsvereins bereitet sich auf das Kälkenfest vor. Am Sonntag und Mittwoch wird in der Warburger Stadthalle noch einmal fleißig geprobt. Am 9., 10. und 11. August heißt es dann wieder: Bühne frei auf dem Altstädter Marktplatz!

Samstag, 03.08.2019, 07:00 Uhr
Winni Volmert und Sabine Finis bereiten den Kostümfundus auf das Kälkenfest vor. Die Kleider lagern auf dem Dachboden des Rathauses zwischen den Städten. Beim nächsten Kälkenfest am 9., 10. und 11. August werden sie wieder gebraucht. Foto: Daniel Lüns

15 bis 20 Darsteller – vom Kind bis zum Rentner – werden wieder zu sehen sein. Diese drei Stücke werden sie in diesem Jahr präsentieren:

Das saure Bier

Das Bürgerspiel wird am Freitag, 9. August, um 20.30 Uhr gespielt. Es feierte vor zehn Jahren, im Jahr 2009, Premiere. Zum Inhalt des Stückes:

Im 17. Jahrhundert ist Bier ein Grundnahrungsmittel, da das Wasser aus Flüssen und Brunnen häufig verunreinigt und ungenießbar ist. Das Problem: Das Bier hält sich nicht lange, da es auch nicht gekühlt werden konnte. Es wird sauer. Wer das Bier dennoch verkauft, wurde bestraft. Das wird in der Warburger Brau- und Schankverordnung geregelt.

Trotzdem lässt sich ein Altstädter, angestachelt von seiner Frau, nicht davon abhalten, sein saures Bier mit Wasser zu panschen und auszuschenken. Ratsherren trinken von dem Bier und werden krank – und verpassen eine wichtige Ratssitzung. Das ruft schließlich den Bürgermeister auf den Plan. Der verklagt den Wirt – und gewinnt. Zur Strafe wird der Betrüger an den Pranger gestellt.

Sturm auf den Romhof

Das Bürgerspiel wird am Samstag, 10. August, um 20 Uhr aufgeführt. Vor fünf Jahren, im Jahr 2014, feierte es Premiere. Zum Inhalt:

Im Jahr 1761, während des Siebenjährigen Krieges, ist die Schlacht bei Warburg bereits vorbei. Die Stadt leidet große Not. Die Soldaten haben geplündert und sogar etliche Häuser abgerissen, um Brennholz zu haben. Die Bevölkerung leidet Hunger, viele sind krank.

Doch dann wird bekannt, dass die aus der Stadt abgezogenen englischen Truppen im Romhof, dem heutigen Corvinushaus, große Mengen Mehl zurückgelassen haben. Das könnte die Rettung sein! Doch die Besitzer des Romhofes, Gograf Petrus Ignatius von Hiddessen und sein Bruder, der Neustadt-Vikar Otto von Hiddessen, wollen der notleidenden Bevölkerung nicht helfen.

Stattdessen wollen sie das Mehl lieber gewinnbringend verkaufen. Mit der Entschlossenheit der Bürger haben die beiden Brüder jedoch nicht gerechnet. Altstädter und Neustädter verbünden sich, stürmen den Romhof und ergattern einen Teil des Mehls.

Die Wasserwippe

Das Bürgerspiel wird am Sonntag, 11. August, um 16.30 Uhr aufgeführt. Es ist eines der ältesten Stücke. Im Jahr 1933 wurde es bei einem Heimatfest des Eggegebirgsvereins erstmals aufgeführt. Traditionell wird es zum Abschluss des Kälkenfestes gezeigt. Zum Inhalt:

Richter und Zeugen versuchen, einen Ziegendieb zu überführen. Der geständige Dieb wird gleich seiner Strafe zugeführt: Dreimaliges Untertauchen mit der Wasserwippe auf dem Warburger Altstadtmarktplatz – ein Heidenspaß für große und auch kleine Zuschauer.

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