Betreiberin geht zum Ende des Jahres in Ruhestand
Mangelstübchen sucht Nachfolger

Warburg (WB/sis). Seit 30 Jahren ist die Heißmangel Hildegard Dirlas Arbeitsplatz. Jetzt muss die 62-Jährige ihr Mangelstübchen in der Kalandstraße 7 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Am 21. Dezember schließt das Geschäft. Ein Nachfolger wird gesucht.

Sonntag, 04.08.2019, 01:00 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 10:12 Uhr
Die Heißmangel ist seit 30 Jahren Hildegard Dirlas (links) Arbeitsplatz. Marie Hoppe (rechts) bedauert, dass ihre Chefin das Mangelstübchen in der Kalandstraße aufgeben muss. Foto: Schonheim

»Ich habe viele Stammkunden, die mich teils über Jahrzehnte begleitet haben. Um die tut es mir besonders leid«, sagt die Warburgerin, die sich in den Ruhestand verabschieden möchte. Auch aus diesem Grund würde sie sich freuen, wenn das Mangelstübchen weiter geführt werden würde.

Geschäft mit der reinen und glatten Wäsche

Gelernt hat sie das Geschäft mit der reinen und glatten Wäsche in der damaligen Warburger Wäscherei Kamm (heute CWS Boco). 15 Jahre lang habe sie dort gearbeitet, bevor sie sich im November 1989 in der Langen Straße 11 in der Warburger Altstadt selbstständig machte. Im Jahr 2004 habe sie ihr Mangelstübchen in die Neustadt verlegt. »Die Wäscherei Kamm hatte damals ihre Annahmestelle am Markt geschlossen und die Räume in der Kalandstraße standen leer«, erinnert sie sich.

Ihren Job habe sie immer gerne gemacht – auch bei 40 Grad Außentemperatur im Sommer: »Leider kann ich heute nicht mehr den ganzen Tag arbeiten. Drei Mitarbeiterinnen unterstützen mich.« Bettwäsche oder auch Tischdecken werden bei Hildegard Dirla gemangelt. Oberhemden, Tischdecken oder die normale Gebrauchskleidung werden direkt im Geschäft gereinigt und gebügelt. Artikel, die in die Reinigung kommen sollen, nimmt das Mangelstübchen an. »Für Feierlichkeiten verleihen wir Stuhl- und Stehtischhussen, Tischdecken für Bierzeltgarnituren oder auch normale Tischdecken«, erläutert die 62-Jährige.

Ausstattung und Kundenstamm können übernommen werden

Das Geschäft laufe gut, versichert Dirla. »Auch Gaststätten oder Hotels gehören zum Kundenstamm. Weil es kaum noch eine Heißmangel gibt, kommen Kunden auch aus der weiteren Umgebung, aus Neuenheerse oder Breuna«, sagt die Geschäftsführerin.

Wenn sich ein Nachfolger findet, wäre Hildegard Dirla sogar bereit, diesen einzuarbeiten. Ausstattung und Kundenstamm könne der- oder diejenige übernehmen. Wer sich für die Nachfolge interessiert, kann sich direkt im Mangelstübchen melden oder unter Telefon 05641/5621 Kontakt mit der Betreiberin aufnehmen. Auch Sören Spönlein, Wirtschaftsförderer der Stadt Warburg, ist Ansprechpartner.

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