Gastronomen aus Paderborn servieren auf dem Neustadtmarktplatz
Neues Café im Überseecontainer

Warburg (WB). Auf dem Warburger Neustadtmarktplatz soll es vier Jahre nach dem Ende der »Platte« wieder ein Café geben. Anfang September eröffnet das Paderborner Unternehmen »Auf die Hand« direkt am Infopavillon einen Container, aus dem heraus Kaffeegäste bewirtet werden. 40 Stühle sollen gestellt werden.

Freitag, 02.08.2019, 10:23 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 10:26 Uhr
Sie hoffen, dass das neue Marktplatzcafé ein Erfolg wird: (von links) Wirtschaftsförderer Sören Spönlein, Sandra Flore, Bürgermeister Michael Stickeln und Sven Vieth. Zwei Monate wollen die Gastronomen das neue Angebot testen. Foto: Jürgen Vahle

»Auf die Hand« ist seit zwei Jahren Veranstalter des »Warburger Wintergenusses«, der Nachfolgeveranstaltung des Neustädter Weihnachtsmarktes. Die Warburger Hanse hatte Kontakt zu den beiden Gastronomen Sven Vieth (38) und Sandra Flore (39) geknüpft, die Wirtschaftsförderung um Sören Spönlein hatte dann die Details zu ihrem Engagement auf dem Neustadtmarkt ausgearbeitet.

Das Konzept

Zwei Monate lang wollen die Paderborner, die normalerweise mit Street-Food-Wagen in vielen Städten Deutschlands unterwegs sind und derzeit auf Libori Geschäfte machen, den Warburger Neustadtmarkt als neues Geschäftsfeld ausprobieren. Bei dem mobilen Café handelt es sich um einen alten Überseecontainer, der aufwändig umgebaut und von Sven Vieth und Sandra Flore zunächst gemietet wurde. Das mobile Café, das per Tieflader nach Warburg transportiert wird, ist sechs Meter lang, 2,36 Meter breit und 2,30 Meter hoch. Er wird vis-a-vis vom Eingang des Infopavillons aufgebaut, die zehn Tische und 40 Stühle sollen von Sonnenschirmen geschützt dazwischen aufgestellt werden. Die Schirme sind wasserfest, unter ihnen hängen Heizstrahler, falls es im September und Oktober etwas kälter wird.

Anbieten wollen die Gastronomen Kaffee und Kuchen, aber auch Spezialitäten, die sie bei ihren vielen Touren in Großstädten wie Berlin kennen gelernt haben. »Wir werden zum Beispiel ausprobieren, ob die Warburger belgische Waffeln und Cold Brew Coffee mögen«, berichtet Sven Vieth. Das Konzept sieht vor, dass Altbewährtes wie auch Neues angeboten wird.

So gehts weiter

Nach Ende der zweimonatigen Testphase soll Bilanz gezogen werden. Im Winter wollen die »Auf die Hand«-Inhaber dann überlegen, ob das Konzept in Warburg eine Zukunft hat. Hat sich das neue Marktplatzcafé bewährt, wollen Sven Vieth und Sandra Flore einen eigenen Container umbauen lassen, der sich in Größe und Ausstattung noch stärker an die Gegebenheiten des Neustadtmarktes anpasst. Dann sollen die Gastronomen auch eine Konzession über mehrere Jahre erhalten, berichtet Bürgermeister Michael Stickeln. Er ist zuversichtlich, dass das Projekt gelingt. »Nicht nur viele Warburger und Gäste, sondern auch die Einzelhändler wünschten sich schon lange, dass auf dem Neustadtmarkt wieder Gastronomie angeboten wird«, weiß Stickeln.

»Platte« hatte Kultstatus

2006 hatte es erstmals ein Freiluftcafé gegeben. Frank und Rosi Förster hatten mit ihrem Vorschlag von einem Gastronomiepodest einen Gestaltungswettbewerb gewonnen und den Zuschlag für den Neustadtmarkt erhalten. Ihr Café »La Vita« erreichte in Warburg schnell einen gewissen Kultstatus und wurde am Ende nur noch liebevoll »Platte« genannt.

Zweistöckiges Café abgelehnt

Mit Beginn der Arbeiten zum barrierefeiern Umbau der Innenstadt musste die »Platte« abgebaut werden – eine Wiedereröffnung kam für die Betreiber nicht in Frage, »obwohl wir das gerne gesehen hätten«, berichtete Bürgermeister Michael Stickeln. Der Versuch eines Warburger Gastronomen, ein zweistöckiges Café auf dem historischen Marktplatz zu etablieren, scheiterte an den Bedenken des Denkmalschutzes, der Verwaltung und Politik.

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