Henning Ludwig baut am Heidweg neues Büro für gleich zwei Firmen
Smarter leben mit »Deliveryport«

Warburg (WB). Aufmerksame Warburger werden es längst bemerkt haben: Am Heidweg unterhalb des Obi-Marktes entsteht ein neues Gebäude. Bauherr ist Henning Ludwig. Das Gebäude soll Sitz von zwei Unternehmen werden: von »Innovative Beratungssysteme Ludwig« (IBL) und vom Start-up »Deliveryport«.

Freitag, 02.08.2019, 07:00 Uhr
Henning Ludwig hat am Heidweg gebaut, um für seine Finanzgeschäfte ein Büro und einen Standort für sein Start-up »Deliveryport« zu haben. Mehrere tausend Euro hat er in sein Konzept für einen umweltfreundlichen Warenverkehr investiert. Foto: Jürgen Vahle

Der 35-jährige Ludwig hat 2003 an der Hüffert sein Abitur abgelegt und anschließend eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann aufgenommen. Doch so richtig glücklich wurde er mit der Berufswahl nicht. »Ich wollte nicht auf Biegen und Brechen Verträge verkaufen. Schon lange nicht, wenn es um Existenzen von Menschen geht«, berichtet er.

Seit Ende der Ausbildung und einiger Berufsjahre arbeitet er mittlerweile als Finanzberater auf Honorarbasis in seiner Firma »IBL«. Nach vier bis fünf Jahren sei das Vertrauen der Kunden so groß, dass er gut davon leben könne. Das gebe ihm nun die Möglichkeit, sich auch einem anderen, für ihn sehr wichtigen Projekt zu widmen: dem Start-up »Delivery­port«. Der Finanzanlagenberater, Versicherungsmakler und Immobiliendarlehensvermittler will mit dem Projekt seinen Beitrag für den Umweltschutz leisten.

Liefer- und Abholsystem für Produkte

Henning Ludwig sieht vor allem beim Konsum große Chancen, etwas zu tun. »Beim Thema Verpackung verhält sich nahezu niemand nachhaltig. Und mit Appellen kommt man auch nicht weiter, nur mit Dingen, die das Leben irgendwie smarter machen«, glaubt der 35-Jährige. Müllvermeidung müsse weg vom ökologischen Gedankengut.

Und hier kommen nun seine Idee und sein Start-up ins Spiel. Der Finanzfachmann hat im stillen Kämmerchen ein Liefer- und Abholsystem für Produkte in Mehrwegverpackungen entwickelt, dem er den Namen »Delivery­port« gegeben und auf das er zwei Patentanmeldungen laufen hat. Im Kern handelt es sich dabei um eine hochtechnisch ausgestattete Box, die bei Einfamilienhäusern wie eine Art Briefkasten am Grundstück und bei Mehrfamilienhäusern wie ein Lastenaufzug am Treppenhaus angebracht werden könnte.

Diese Boxen sind ausgestattet mit einer Gefrierkammer für Tiefkühlprodukte, einer Kühlkammer für verderbliche Waren, aber auch mit einer Box für Paketboten und sogar mit einer Wärmefläche, falls man sich vom Pizzadienst etwas Warmes bringen lassen will. Zen-tral ist für Henning Ludwig, dass alle Produkte entweder in Mehrweggebinden oder in umweltfreundlichen Verpackungen geliefert werden und dass die Boten die Mehrwegverpackungen auch wieder mitnehmen und reinigen.

Gesteuert, bestellt und bezahlt über eine App

Gesteuert, bestellt und bezahlt werde soll die Ware über eine App, die er in Kooperation mit Lebensmitteleinzelhändlern und Paketdienstleistern entwickeln lassen will. Für ein Einfamilienhaus taxiert er die Kosten auf etwa 2000 Euro. Henning Ludwig geht davon aus, dass solche Systeme irgendwann der Standard sind, denn sie seien der Garant dafür, dass sich Menschen »modern, komfortabel und umweltfreundlich versorgen lassen können«, berichtet er.

Allerdings ist sein »Delivery­port« noch in der Konzeptphase – und der Geschäftsmann derzeit auf Investorensuche. »Das Konzept ist vernünftig durchdacht und von Experten bei der Erstellung begleitet worden. »Nun wird es ernst«, sagt Henning Ludwig.

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