Buntes Warburg: Organisatoren starten die Analyse Zuschauer fordern Zugabe

Warburg (WB). »Zugabe, Zugabe!«: Als Rainer Mues am Sonntagabend die Kulturveranstaltung »Buntes Warburg« abmoderierte, war die Meinung der Besucher eindeutig. Ob es aber zu einer weiteren Auflage kommt, steht nicht fest.

Von Jürgen Vahle
Wie geht es mit dem »Bunten Warburg« weiter? Die Organisatoren um Rainer Mues (rechts) Hilla Zavelberg-Simon und Birgit Kuchenreiter (links) wollen jetzt analysieren, ob die Kräfte für eine Neuauflage in kleinerer Form reichen.
Wie geht es mit dem »Bunten Warburg« weiter? Die Organisatoren um Rainer Mues (rechts) Hilla Zavelberg-Simon und Birgit Kuchenreiter (links) wollen jetzt analysieren, ob die Kräfte für eine Neuauflage in kleinerer Form reichen. Foto: Ralf Benner

Mehrere tausend Besucher hatten an zwei Tagen auf dem Warburger Neustadtmarktplatz ein 16-stündiges Programm aus Musik, Kabarett, Tanz und Kleinkunst besucht. Unzählige ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz. »Buntes Warburg« war als Reaktion auf den Landesparteitag der AfD in der Warburger Stadthalle binnen drei Wochen ins Leben gerufen worden.

Hauptorganisator zieht Bilanz

Auch als das AfD-Treffen am Samstagabend bereits beendet war, machten die Freiwilligen mit ihrem Fest weiter. Auch am Sonntag lockten die Angeboten auf den Bühnen noch einmal Hunderte Besucher an ( wir berichteten ausführlich ).

Mit etwas Abstand folgt nun die Analyse: »Ein Fest wie dieses kann es so nicht wieder geben, weil der Anlass, nämlich der AfD-Landesparteitag, ja wahrscheinlich so schnell nicht wieder in Warburg stattfinden wird«, sagt Rainer Mues, der Leiter des Lenkungskreises und damit Hauptorganisator des Festes unter dem Dach der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal war.

»Wir wollen sehen, was in Zukunft geht.«

Aber irgendwie weitergehen sollte es schon, macht Mues deutlich. Die Organisatoren wollen nun nach seinen Worten in die Analyse einsteigen. »Wir wollen sehen, wie wir strukturiert sind, was in Zukunft geht und was nicht geht.«

Die Organisatoren können sich beispielsweise vorstellen, ein buntes Fest in ähnlicher Form noch einmal zu organisieren, »dann aber kleiner und mit anderen Strukturen«. Für Rainer Mues war das Fest ein Beleg dafür, dass die vielen Künstler, aber auch die Warburger die Demokratie lieben. »Mich hat beeindruckt, wie klar alle gesagt haben, welches politische Klima sie haben wollen und welches nicht«, berichtet er.

Einsatzwille der Helfer imponiert

Nervös sei er nur wegen der angekündigten Demo der Antifa am Samstag gewesen. »Als früh klar war, dass es so wenige sind, war ich beruhigt.« 120 Teilnehmer zogen durch die Straßen. Außerdem habe er auch die zumeist jungen Demonstranten als angenehm und fast schon normal empfunden. Die stammten zumeist aus der Paderborner Studentenszene und hätten schließlich nur ihre Meinung sagen wollen.

Am Fest selber habe ihm besonders die fast schon familiäre Atmosphäre und der Einsatzwille der Helfer imponiert. »Als klar war, dass wir am Samstagmorgen um 9 Uhr für die polizeiliche Abnahme alles in Ordnung haben mussten, haben noch einmal alle mit angepackt.« Manche seien am Freitag von 7 bis 23 Uhr im Einsatz gewesen.

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