Werbe- und Imagekampagne der Stadt geht in die zweite Phase
»Darum Warburg«

Warburg (WB). Mit einer auf drei Jahre angelegten Image- und Werbekampagne will sich die Stadt Warburg für Wirtschaft und Tourismus, aber auch für die eigene Bevölkerung attraktiv darstellen. Jetzt hat die zweite Phase dieser Kampagne begonnen.

Samstag, 06.07.2019, 09:02 Uhr aktualisiert: 06.07.2019, 09:10 Uhr
Drei Busse mit Werbeaufklebern der Stadt Warburg sind im Kreis Höxter und in Nordhessen unterwegs. Noch bis 2020 läuft die Kampagne. Foto: Hansestadt Warburg

»Warum Warburg?« Diese Leitfrage hatten Mitarbeiter der Agentur »Trust Communication« aus Paderborn zu Beginn der Kampagne im vergangenen Jahr zu beantworten.

Antworten lieferte den Werbeexperten eine Umfrage der Stadt aus den Jahren 2016/2017 mit 2000 Teilnehmern, die ausgewertet wurden. Hinzu kam eine Befragung von Besuchern in der Oktoberwoche. Von »Trust Communication« angestellte Studenten befragten 2018 an neun Tagen im Gewerbezelt knapp 1300 Besucher.

»Hier ist jeder Tag wie Urlaub«

Die Warburger und Besucher sind demnach sehr zufrieden mit der Stadt. Kommentare wie »Hier ist jeder Tag wie Urlaub«, »Eine Stadt, die alles hat« oder »Charmante Ecken und Gassen« gab es zur Antwort. All dies fließt nun in die zweite Phase der Werbekampagne ein, die unter dem Oberthema »Warburg – überraschend anders« steht und den Untertitel »Darum Warburg« trägt.

In weiten Teilen des Kreises Höxter, aber vor allem in Nordhessen werden nun Plakate mit pfiffigen Botschaften geklebt, Postkarten und Einkaufstaschen verteilt und Werbung in Zeitungen geschaltet. Die Internetseite der Stadt wurde entsprechend geändert. Zum Auftakt der zweiten Phase wurde beispielsweise ein Plakat mit dem Slogan »Wir gehen steil ...und gerne auf den Desenberg«.

Drei Busse präsentieren Slogans

Auf drei Bussen, die im Kreis Höxter, aber auch in Nordhessen im Linienverkehr laufen, sind Slogans wie »Wir büffeln im Grünen und machen Wald erlebbar« zu lesen – ein Hinweis auf das Walderlebniszentrum Hammerhof und die Gehege in Hardehausen.

Die Sprüche sollen im Laufe der Monate wechseln und immer wieder für überraschte Gesichter bei den Warburgern und Gästen sorgen. Die Botschaften sollen nach Angaben von Denise Haße (»Trust Communication«) und Wirtschaftsförderer Sören Spönlein »provokant, mutig und humorvoll sein«. Auch bestimmte Veranstaltungen in Kooperation mit Unternehmen sind in Planung. Nach den Sommerferien soll es konkreter werden, berichtet Bürgermeister Michael Stickeln.

Kino-Spots sind angedacht

In der dritten Phase der »Überraschend anders«-Kampagne kommen 2020 weitere Werbeaktionen wie Kino-Spots hinzu. Außerdem will »Trust Communication« überprüfen, ob die Werbeaktionen dazu beigetragen haben, das Image der Stadt in der Region zu verbessern. Dazu sollen Soziale Medien sowie die Besucherzahlen von Festen und Veranstaltungen ausgewertet werden. Auch weitere Umfragen könnte es geben.

50.000 Euro pro Jahr aus dem Topf der Wirtschaftsförderung lässt sich die Stadt Warburg das Projekt übrigens kosten. Für Bürgermeister Michael Stickeln und Wirtschaftsförderer Sören Spönlein gut angelegtes Geld. »In der Region kennt man die starken Seiten Warburgs überhaupt nicht«, berichtet Stickeln.

1000 neue Jobs entstanden

Die Anregung für ein solches Image-Projekt sei daher auch aus der Warburger Wirtschaft gekommen. Die boomt bekanntlich. In den vergangenen zehn Jahren sind in der Hansestadt 1000 neue Jobs entstanden. »Aber es soll natürlich noch besser werden. Dafür wollen wir den Rahmen schaffen«, sagt Stickeln.

Von den kessen Sprüchen könnten auch die Touristiker profitieren, die die Region beispielsweise durch den Wanderweg mit dem Arbeitstitel »Diemelsteig« und dem immer stärker nachgefragten Diemelradweg weiter erschließen wollen. Für Michael Stickeln ganz wichtig: Eine solche Werbekampagne solle auch den »innerer Zusammenhalt« in Warburg stärken. »Wir wollen ein Wir-Gefühl kreieren«, sagt er.

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