Arbeiten zum barrierefreien Umbau sind bald abgeschlossen
Neue Diskussion um Sperrzeit

Warburg (WB). Wird die obere Hauptstraße in Warburg nach Ende der Arbeiten zum barrierefreien Ausbau der Innenstadt nachmittags wieder für Autos geschlossen? Mit dieser Frage müssen sich die Mitglieder des Warburger Rates in ihrer Sitzung am Dienstag im Hammerhof befassen.

Donnerstag, 04.07.2019, 07:00 Uhr
Derzeit kann aufgrund des Umbaus der Innenstadt ganztägig durch die Warburger Hauptstraße gefahren werden. Bürgermeister Michael Stickeln will vom Rat wissen, ob es nach Ende der Arbeiten wieder eine Nachmittagssperre geben soll. Foto: Jürgen Vahle

In dieser Sitzung, die um 17 Uhr beginnt, stellt Bürgermeister Michael Stickeln diese Angelegenheit erneut zu Diskussion. Besonders neu ist die Frage nicht. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Debatten um die Sperrzeiten. Die Grünen hätten den Teil der Hauptstraße zwischen der Parfümerie Kohlschein und der Gaststätte Stadtkrug seinerzeit gerne ganz zur Fußgängerzone mit festen Zeitfenstern für den Lieferverkehr gemacht. Auch wurde über die Dauer und die Art der Sperrung immer wieder gestritten.

Stadt: Poller keine zufriedenstellende Lösung

Das alles mündete schließlich 2012 in eine Bürgerbefragung. 13.100 Fragebögen (von 19.500 verteilten) wurden von Bürgern wieder abgegeben, das Ergebnis war eindeutig: 67 Prozent der Warburger Bürger wollen, dass dieser Teil der Hauptstraße von 13 bis 19 Uhr gesperrt ist, 23 Prozent hielten die ganztägige Sperrung für sinnvoll.

Das Warburger Rat machte daraufhin Nägel mit Köpfen und zurrte den Nachmittag als Sperrzeit fest. Um das Einfahren der Autos in diesen Bereich zu verhindern, wurden Schilder und ein Poller aufgestellt. Der musste zunächst jeden Mittag von Hand aufgebaut werden. Später wurde dann bei der barrierefreien Umgestaltung ein Poller installiert, der automatisch absenkbar ist.

Besonders glücklich ist die Stadt mit dem neuen Poller aber nicht geworden. Mehrfach sei er von Autofahrern beschädigt worden, die Schilder seien ohne den Poller oft nicht beachtet worden, und die Polizei könne aufgrund der Personalsituation nur gelegentlich kontrollieren, beschreibt Bürgermeister Michael Stickeln.

Diskussion um Sperrung auch in Brakel

Die Konsequenz: In den vergangenen Monaten durfte auch aufgrund der Sperrung der Unterstraße immer wieder ganztägig durch die Hauptstraße gefahren werden. Probleme gab es dabei offenbar kaum. Daher will Bürgermeister Michael Stickeln jetzt, kurz vor Abschluss der Arbeiten an der Unterstraße, von den Ratsmitgliedern wissen, ob der alte Modus überhaupt wieder in Kraft gesetzt und die obere Hauptstraße nachmittags wieder gesperrt werden soll.

Auch in Brakel läuft die Diskussion um die Öffnung der Fußgängerzone in der City für den Autoverkehr. Der Hauptausschuss hat Dienstag bereits grünes Licht für einen entsprechenden Verkehrsversuch gegeben. Jetzt entscheidet der Rat. Lokales Brakel

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