Hallen- und Freibad könnten in Zukunft zusammengelegt werden
Stadt prüft Bau eines Spaßbades

Warburg (WB). In Warburg gibt es erste Überlegungen, das Frei- und Hallenbad an einem Standort zu vereinen. Eine Gruppe aus Ratsmitgliedern und Experten lotet derzeit unter dem Dach der Stadtwerke die Möglichkeiten für ein Spaßbad auf dem Gelände des Waldbades aus.

Mittwoch, 03.07.2019, 08:30 Uhr
Das Waldbad in Warburg wurde 1958 eröffnet. Zuletzt grundsaniert wurde das 50 Meter lange Becken 1979. In Zukunft könnte es Teil eines Spaßbades (Kombi-Bades) werden. Erste Überlegungen bei den Stadtwerken gibt es. Foto: Timo Gemmeke

Dass es diese Überlegungen gibt, hat der Erste Beigeordnete Klaus Braun auf Anfrage bestätigt. Bis das Vorhaben realisiert wird, könnten aber noch Jahre vergehen.

Freibad ist sanierungsbedürftig

Hintergrund der Überlegungen: Das von den Stadtwerken betriebene Freibad (Waldbad) ist stark sanierungsbedürftig.

2017 hatte es bereits Pläne gegeben, insgesamt 1,8 Millionen Euro zu investieren und ein neues Edelstahlbecken mit Thermoabdeckung und Aktivkohlefilter einzubauen. Die Sanierung sollte vor allem die Energiekosten senken helfen.

Die Stadtwerke rechneten mit einem Bundeszuschuss von 810.000 Euro. Der entsprechende Antrag wurde aber abgelehnt.

Fliesendecke ist undicht

Seither ist im Waldbad nicht viel geschehen, die Probleme mit hohen Energiekosten bleiben. Zudem steigt die Höhe des Wasserverlustes stetig. Grund ist die undichte Fliesendecke des Bades, die zuletzt vor 40 Jahren erneuert wurde.

Im Hallenbad sind Investitionen in Millionenhöhe nötig

Ähnlich gelagert sind die Probleme im Warburger Hallenbad am Schulzentrum. Auch dort sind die hohen Energiekosten und der Zustand der Becken und Kabinen das Problem. Auch dort müsste ein Millionenbetrag investiert werden, um es auf einen halbwegs neuen Stand zu bringen.

In das Warburger Hallenbad müsste, um es langfristig weiter zu betreiben, viel Geld gesteckt werden.

In das Warburger Hallenbad müsste, um es langfristig weiter zu betreiben, viel Geld gesteckt werden. Foto: Julie-Marie Vahle

Vor diesem Hintergrund hat sich eine Gruppe aus Ratsmitgliedern aller Parteien und Experten von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt zusammengefunden, um die Möglichkeiten eines Spaßbades auszuloten.

Zeit- und Kostenrahmen noch nicht bekannt

Wann die Ergebnisse erstmals in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt werden, steht noch nicht fest. Auch über einen groben Zeit- und Kostenrahmen ist noch nichts bekannt.

Vorbilder sind das »Arobella« und die »Westfalen-Therme«

Vorbilder für solche Spaßbäder unter Einbeziehung vorhandener Infrastruktur gibt es hingegen genügend. Im »Arobella« in Bad Arolsen wurde das alte Schwimmbecken mit in den Gesamtkomplex aus Spaß- und Wellnessbecken sowie Saunalandschaft integriert. Auch in der »Westfalen-Therme« in Bad Lippspringe ist ein vorhandenes Bad integriert worden. Außerdem gibt es einen Zugang zum Freibad.

Das schlägt sich allerdings auch in den Eintrittspreisen nieder. In Warburg kostet die Tageskarte für einen Erwachsenen im Freibad drei Euro. Im »Arobella« sind es schon sieben Euro, in Bad Lippspringe 14 Euro (ohne Sauna).

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