Stadtverbandschef Hubertus Kuhaupt will 2020 nicht antreten
CDU forciert die Kandidatensuche

Warburg (WB). Michael Stickeln kandidiert im Herbst 2020 nicht erneut um den Posten des Warburger Bürgermeisters. Ein in politischen Kreisen gehandelter möglicher Nachfolger will sich aber nicht bewerben: CDU-Stadtverbandsvorsitzer Hubertus Kuhaupt hat jetzt in einem Brief an die etwa 600 Mitglieder mitgeteilt, dass er aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung steht.

Montag, 01.07.2019, 21:30 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 08:42 Uhr
Weldas Ortsvorsteher Hubertus Kuhaupt schließt eine Kandidatur derzeit aus.

Weldas Ortsvorsteher war zuletzt in CDU-Kreisen und bei vielen Warburgern als mehrheitsfähiger und aussichtsreichster Kandidat beschrieben worden. Der 47-Jährige, der als Polizist in Paderborn arbeitet, wurde 2004 erstmals in den Warburger Stadtrat gewählt und in den Kommunalwahlen 2009 und 2014 bestätigt.

Dreiseitigen Brief geschrieben

In dem dreiseitigen Brief, in dem die CDU die Mitglieder des Stadtverbandes über das weitere Vorgehen bei der Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten informiert, hat sich Hubertus Kuhaupt aber nun in einem »Ein Hinweis in eigener Sache« betitelten Absatz sehr deutlich geäußert. Er zeigt sich erfreut, dass er von so vielen Christdemokraten im Warburger Land als »mehrheitsfähiger Kandidat« angesehen werde. Das zeitintensive und herausfordernde Amt eines Bürgermeisters sei aber mit dem »Familienleben, wie wir es führen möchten, nicht zu vereinbaren«, schreibt der Vater von drei Kindern an die Mitglieder. Unter derzeitigen Bedingungen und mit Rücksicht auf seine Frau und seine Kinder komme eine Kandidatur nicht in Frage.

»Initiativbewerbungen und Interessenbekundungen«

Gleichwohl will der Stadtverbandsvorsitzende aus Welda weiter ehrenamtlich Politik machen, sich für die Partei einsetzen und bei der Suche nach einem Kandidaten behilflich sein. Hier sei die CDU auf einem guten Weg, heißt es in dem Brief weiter. So lägen bereits »Initiativbewerbungen und Interessenbekundungen« vor. Auch habe es mit Kandidaten für Stadtrat und Kreistag bereits Gespräche gegeben.

Strategieworkshop geplant

Mitte Juli kommen die CDU-Mitglieder zu einem Strategieworkshop im Dorfgemeinschaftshaus in Welda zusammen. Im vierten Quartal dieses Jahres sollen dann in allen Ortsverbänden Mitgliederversammlungen stattfinden, in denen eine Bewerber-Vorauswahl getroffen werden soll. Die Aufstellung der Kandidaten soll dann Anfang 2020 auf einer Mitgliederversammlung im Stadtverband vollzogen werden, heißt es weiter.

Kommentar von Jürgen Vahle

Ohne Frage: Hubertus Kuhaupt wäre ein geeigneter Kandidat für das Amt des Bürgermeisters gewesen. Er hat nicht nur seit 2004 politische Erfahrung gesammelt, sondern auch durch sein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung das nötige Wissen als Verwaltungsfachmann. Seine Entscheidung, die Familie und nicht die Karriere in den Vordergrund zu stellen, ist verständlich und nicht zu kritisieren. Dass er in dieser frühen Phase des Wahlkampfs für einen klare Kante gesorgt hat, ist ihm hoch anzurechnen. Die CDU geht das Thema Stickeln-Nachfolge nun für die Mitglieder transparent und strukturiert an. Gut so, denn das ist in der Vergangenheit nicht immer so gewesen.

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