Im neuen Zustellstützpunkt in Warburg bereitet sich die Post auf die Zukunft vor
Mehr als 20.000 Zustellungen pro Tag

Warburg (WB). Mehr Pakete, weniger Briefe: Mit dem neuen Zustellstützpunkt in der Warburger Industriestraße will sich die Deutsche Post noch besser an Markt und Kunden anpassen. Nicht nur E-Mobilität gehört zur Zukunftsstrategie.

Dienstag, 02.07.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 08:36 Uhr
Freuen sich über neue Möglichkeiten am neuen Arbeitsplatz: Dominik Strümper (stellvertretender Zustellstützpunkts-Leiter, rechts) mit Rainer Ernzer (Post-Pressesprecher). Insgesamt arbeiten ab jetzt knapp 60 Post-Mitarbeiter am Standort in der Warburger Industriestraße. Foto: Timo Gemmeke

»Wir mussten umziehen, weil sich die Anforderungen an uns stark geändert haben«, erklärt Rainer Ernzer, Pressesprecher der Deutschen Post. Der jahrelang genutzte Zustellstützpunkt (ZSP) in der Kasseler Straße habe nicht mehr den nötigen Raum geboten; der Übergangsstandort im Oberen Hilgenstock sei wiederum zu groß gewesen, so Ernzer. Der Neubau in der Industriestraße auf knapp 5600 Quadratmeter biete jetzt aber »optimale Bedingungen«. Bauherr der Halle ist die Vereinigte Volksbank.

32 Zusteller arbeiten am neuen Standort und versorgen von dort aus knapp 19.000 Haushalte – und damit vier Postleitzahlen von Warburg bis Breuna, von Volkmarsen bis Diemelstadt. »Im Schnitt gehen hier etwa 18.000 Briefe und 2900 Pakete am Tag durch«, erklärt Rainer Ernzer. »Dabei steigt die Zahl der Pakete immer mehr, während die Briefe weniger werden.«

Energiesparen auf allen Seiten

Damit alle Zustellungen auch an der richtigen Adresse landen und vorher nicht mühsam im Lager sortiert werden müssen, ordnen Maschinen in den Stützpunkten Kassel und Stauffenberg die Ware vor. »Alles wird in der so genannten Gangfolge sortiert, damit der Bote die kürzesten Wege hat«, so Ernzer. »Die Erfassung der Adressen wird immer besser. Vor zehn Jahren haben die Boten noch mehrere Stunden mit dem Sortieren verbracht, heute ist es vielleicht noch eine.« Die Technik spare nicht nur Zeit, sondern auch Energie – beim Boten ebenso wie bei den Fahrzeugen.

Post setzt auf E-Mobilität

Bei letzteren will die Post in Zukunft konsequent auf E-Mobilität setzen. Fünf E-Scooter fahren bereits im Warburger Einzugsgebiet und können am neuen Standort direkt auf dem Parkplatz geladen werden. Die anderen 27 Diesel sollen bald nicht mehr auf den Straßen unterwegs sein. »Wir wollen komplett auf Strom umsteigen«, so Ernzer.

Die neuen Ladestationen – direkt neben den Sortierhallen gelegen – haben einen weiteren Vorteil: Über die Verkabelung werden auch Daten über das jeweilige Fahrzeug weitergegeben, etwa die Akku-Ladung. »Im Winter können wir bei den E-Scootern beispielsweise vor Dienstbeginn automatisch die Lüftung anschalten, damit die Boten mit eisfreien Scheiben losfahren können.« In Planung sei auch, die Fahrzeuge künftig noch personalisierter und mit verbesserter Navigation auszustatten.

Kurze Wege, neue Technik

Koordiniert werden im neuen ZSP nicht nur die Warburger Mitarbeiter – insgesamt hat das zehnköpfige Steuerungsteam um Leiterin Sarah Lotze über 400 Boten im Gebiet von Bad Karlshafen über Vellmer bis Willingen unter sich. Am neuen Standort profitieren die Beschäftigten der Post besonders von den neuen Räumen und kurzen Wegen. »Vieles geht jetzt schneller und einfacher«, sagt Dominik Strümper, stellvertretender ZSP-Leiter. »Und wir sind einfach viel näher an den Mitarbeitern.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6741971?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F
Stornierte Klassenfahrten: NRW zahlt mehr als 25 Millionen
Symbolbild. Foto: Tom Mihalek/dpa
Nachrichten-Ticker