Warburger Ortsverein stellt Jahresbericht vor
SkF bietet Hilfe in Notlagen

Warburg (WB). Einen Einblick in die 2018 geleistete Arbeit im Sozialdienst katholischer Frauen in Warburg gibt der Jahresbericht.

Donnerstag, 06.06.2019, 11:00 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Zurzeit beschäftigt der Ortsverein 15 Mitarbeiterinnen, die kreisweit mit den ehrenamtlich Tätigen die verschiedenen Aufgaben wahrnehmen. Das sind der Kinderpflegedienst, die Betreuungsarbeit, die Arbeit im Frauen- und Kinderschutzhaus, die Frühen Hilfen, das Projekt Youngcaritas sowie zu einem geringen Anteil der Allgemeine Soziale Dienst.

Pflegekinderdienst

Den Pflegekinderdienst als eine wichtige Aufgabe des Jugendamtes übernimmt der SkF. Am Jahresende 2018 lebten 104 Kinder in den vom SkF betreuten Pflegefamilien. Im Verlauf des Jahres 2018 wurden fünf Kinder im Alter von wenigen Wochen bis zu zwei Jahren in Pflegefamilien vermittelt. Die Zahl der interessierten Personen, die ein Kind in Dauerpflege aufnehmen möchten, ist bundesweit seit einigen Jahren rückläufig.

»Und diese Tendenz ist nun auch im Kreis Höxter zu beobachten«, heißt es in dem Bericht. 14 Paare und Einzelpersonen hätten 2018 ihr Interesse an familiärer Bereitschaftspflege oder Dauerpflege bekundet, sechs hätten ihre Bewerbung eingereicht. Um intensiver auf den Pflegekinderdienst aufmerksam zu machen, plant der SkF jetzt auch die Nutzung sozialer Netzwerke.

Betreuungsarbeit

Die Fachkräfte des SkF schulen, beraten und unterstützen ehrenamtliche Betreuer und Bevollmächtigte in ihrer Tätigkeit und führen selbst berufliche Betreuungen durch. Eine gesetzliche Betreuung wird vom Amtsgericht eingerichtet, wenn jemand seine Interessen aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht selbst vertreten kann und kein Bevollmächtigter bestimmt ist. In der Regel übernimmt ein Angehöriger oder ein anderer Ehrenamtlicher die Betreuung. 2018 hat der SkF verschiedene Veranstaltungen organisiert, um das Thema in das öffentliche Licht zu rücken.

Frauenschutzhaus

Das Frauen- und Kinderschutzhaus im Kreis Höxter bietet zeitgleich acht Frauen und zehn Kindern eine sichere Unterkunft, Schutz, Beratung und individuelle Hilfestellung an. Im Jahr 2018 lebten im Frauen- und Kinderschutzhaus im Kreis Höxter 58 Frauen mit 99 Kindern. Der Jahresbericht macht deutlich, dass viele Frauen weite Anreisen auf sich nehmen, um sich ansatzweise frei und sicher bewegen zu können: »32 Prozent der Frauen kamen aus dem Kreis Höxter.«

Frühe Hilfen

Im Bereich Frühe Hilfen bietet der SkF den Spezialkursus »Safe« – Sichere Ausbildung für Eltern – vor und nach der Geburt eines Kindes an. Dies ist eine präventive Maßnahme für werdende Eltern, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte oder Sozialisation ein grundsätzliches Risiko haben, ihren Kindern eine sichere Bindung zu ermöglichen. Zur Zielgruppe gehören werdende Eltern in schwieriger Lebenslage und Schwangere in schwieriger Lebenslage. Ziel ist die Sensibilisierung der Eltern für die emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder, die Förderung der psychischen Gesundheit von Eltern und Kind und die Entwicklung von sicherem Bindungsverhalten.

Youngcaritas

Seit dem 1. Oktober 2018 gibt es mit der Youngcaritas Warburg einen neuen Fachbereich beim SkF. Dieser wurde ins Leben gerufen, um jungen Menschen Erfahrungen mit sozialem Engagement zu ermöglichen.

Allgemeiner Sozialer Dienst

Eine erste Anlaufstelle für Menschen in komplexen Lebenslagen ist der Allgemeine Soziale Dienst. »Im Jahr 2018 wurden 28 Einzelpersonen beziehungsweise Familien beraten, sechs davon über einen längeren Zeitraum«, heißt es in dem Jahresbericht. Das Angebot der Beratung richtet sich an Menschen mit akuten, vielfältigen sozialen Schwierigkeiten.

 

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