Tag der Architektur: Warburg-Scherfeder Gasthof Luis stellt modernen Betrieb vor
Wohnhaus wird zum Hotel

Warburg (WB). Wenn zum Tag der Architektur in Nordrhein-Westfalen am Samstag und Sonntag, 29. und 30. Juni, 170 neue Häuser, Parks und Projekte für die Öffentlichkeit zugänglich sind, ist auch das neue Hotel des Gasthofs Luis in Warburg-Scherfede dabei. Familie Geilhorn gewährt an beiden Tagen von 14 bis 16 Uhr Einblicke in das neue Hotel, das direkt an den Gasthof angrenzt.

Mittwoch, 05.06.2019, 07:01 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 07:10 Uhr
Alexander Geilhorn (links) und Andreas Geilhorn, Koch und Betriebswirt, kümmern sich insbesondere um den Hotelbetrieb. Foto: Silvia Schonheim

»Bestimmt wollen auch einige Scherfeder mal sehen, was aus dem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus geworden ist«, freut sich Alexander Geilhorn (23) auf viele Gäste beim Tag der Architektur. Gemeinsam mit seinen Eltern Hans-Josef und Luise Geilhorn und seinem Bruder Andreas hat der Hotelfachmann das an den Gasthof angrenzende Wohn- und Geschäftshaus umbauen lassen.

Hotel mit 19 Betten entsteht

Der familiengeführte Gasthof Luis ist in einem knappen Jahr Bauzeit um ein Hotel mit 19 Betten erweitert worden. Gestartet ist der Betrieb im Mai 2018. »Wir sind stolz auf das, was wir geschafft haben. Es läuft gut. Radfahrer, Wanderer, Geschäftsreisende und Motorradfahrer gehören zu unseren Gästen«, erzählt Alexander Geilhorn. Fünf neue Arbeitsplätze hat die Familie geschaffen.

Das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus an der Briloner Straße wurde 1964 gebaut – in den ersten Jahren wurde es als Wäscherei genutzt, später folgte ein Getränkemarkt, ein Schulungsraum für Internetkurse und ein Nagelstudio. Nach der kompletten Entkernung bietet das Haus jetzt elf helle Hotelzimmer (acht Doppel- und drei Einzelzimmer) mit moderner Einrichtung, eines im Erdgeschoss ist rollstuhlgerecht.

Räume wurden frei gestaltet

»Weil es keine tragenden Innenwände gab und das komplette Haus auf sechs Stahlsäulen steht, konnten wir die neuen Räume komplett frei gestalten«, berichtet der Hotelfachmann Alexander Geilhorn.

Die Architektengruppe Raimund Busch aus Warburg hat die Umsetzung des Projekts geplant. »Die Fassade ist durch die kleinen, ortsbezogenen Details prägend für das Ortsbild und zeigt die Verbundenheit der Eigentümer zu ihrer Heimat«, sagt Architekt Raimund Busch.

Heimatverbundenheit der Familie

Die Heimatverbundenheit der Familie spiegele sich auch in den Zimmern selbst wider – durch Fotomotive verschiedener Ansichten von Scherfede. »Äußerlich fügt sich das Hotel harmonisch in das bestehende Gebäudeensemble ein«, erklärt der Architekt Raimund Busch.

Die Möbel wie Betten, Schränke oder Tische seien eigens für den Zuschnitt der Zimmer in Kleinstserie durch einen heimischen Tischler angefertigt worden. Busch: »Für den Umbau wurde besonders auf die Auswahl heimischer Handwerker geachtet.«

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