Ausstellung zieht vom Paderborner Dom ins ehemalige Kloster
Künstler geben Einblicke

Warburg (aho). Aus den schützenden Mauern des Paderborner Domes zieht die Ausstellung »behütet und bedacht« in das ehemalige Kloster nach Warburg-Hardehausen.

Mittwoch, 08.05.2019, 17:02 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 17:30 Uhr
23 Künstler des Kunst- und Kulturvereins »Artd Driburg« haben Werke für die Ausstellung »behütet und bedacht« zur Verfügung gestellt. Einige der Künstler sind bei der Vernissage in Hardehausen zu Gast gewesen und haben ihre Werke vorgestellt (von links): Bringfriede Fokken-Eichner, Maria Föcking, Heidemarie Kluge, Vereinsvorsitzende Cornelia Appel, Heiner Stiene, Marie-Luise Meister, Albert Schriefer, Marieluise Schimpf, Dorit Croissier, Ingrid Brödling, Klaus Wiederrecht, Nicole Drude, Ingrid Heuchel und Hausherr Stephan Kreye. Die Ausstellung ist bis zum 26. Mai in der Aula der Landesvolkshochschule zu sehen. Foto: Astrid E. Hoffmann

 

Mit der Vernissage am vergangenen Sonntag in der Aula der katholischen Landesvolkshochschule stellt der Verein »Artd Driburg« erstmals in diesen Mauern aus.

23 Künstler des Kunst- und Kulturvereins

Zum 950-jährigen Jubiläum des Imad-Domes in Paderborn hatten 23 Künstler des Kunst- und Kulturvereins Artd Driburg 2018 ihre Werke dort im Domkapitelsaal ausgestellt. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf das Motto des Libori-Festes 2018. Die Vorsitzende des Kunstvereins, Cornelia Appel, freut sich, diese besondere Ausstellung noch einmal in einem angemessen Rahmen präsentieren zu können.

Stephan Kreye, für Kunst und Kultur zuständiger Dozent der Landesvolkshochschule, begrüßte etwa 50 Gäste zur Vernissage. »1068 ließ Bischof Imad den Dom bauen und verlegte den Haupteingang auf die Südseite. Die Kirche sollte, nicht wie üblich eine Kirche des Königs, sondern eine Kirche des Volkes werden.

Daher die Öffnung zur Stadt hin«, führte Stephan Kreye in seiner Eröffnungsrede aus. Das Titelbild zur Ausstellung stammt von Rolf Mertens aus Neuenbeken. Sein Bild, Acryl auf Leinwand, hat eine Grundrisszeichnung des Domes als Basis.

Gäste folgen Ausführungen der Künstler

Cornelia Appel ließ gleich fünf Künstler zu ihren Werken sprechen, so dass sich die Gäste aktiv zu den Bilder begeben konnten und mit den Ausführungen des Werkschaffenden in dessen Gedankenwelt eintauchen durften.

Albert Schriefer aus Beverungen hatte sich der Bartholomäus-Kapelle, die im Schatten des Domes in Paderborn steht, in seinen Bildern und Zeichnungen angenommen. Der Warburger Klaus Wiederrecht wies in seiner Fotomontage »Insektizide« auf aktuelle Probleme in der Landwirtschaft hin.

Aus einem Stück Baumstamm schuf Ingrid Heuchel mit Zinn und Walzblei einen Hirten- oder Bischofsstab und nannte ihn »Psalm 23«. Drei Engelskulturen zeigte der Warburger Heiner Stiene, welche er aus Paperclay, einem Ton dem Papier zugesetzt ist, geformt hatte.

Ausstellung bis zum 26. Mai zu sehen

Nach der kurzen Vorstellung einiger der 33 Werke erfreuten Musikpädagogin Barbara Nespethal und Komponist und Pianist Anton Cik mit einem Vivaldi-Potpurri.

»Die verschiedenen Ausführungen zum Ausstellungsthema hier an die Wände zu bekommen, war schon eine Herausforderung«, gestand Cornelia Appel ein. Doch wenn die für die Vernissage aufgestellten Stühle auch den Installationen, wie der »Stein gewordene Glaube« von Dorit Croissier oder der »guten Hirtin« von Kuratorin Bringfriede Fokken-Eichner, wieder ihren Platz in der Aula gönnen, dann entfaltet »behütet und bedacht« auch in den Klostermauern seinen Charme.

Die Ausstellung ist nun bis zum 26. Mai wochentags von 9 bis 17 Uhr und an den Wochenenden von 9 bis 13 Uhr im Flur des ersten Stockwerkes in der Aula der Landesvolkshochschule zu besichtigen.

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