Projekt »Warburg isst« wirbt für nachhaltige Ernährung – nächster Markt am Dienstag
Nach Feierabend regional einkaufen

Warburg (WB). Gurken in Plastikfolie? Honig, der um die halbe Welt gereist ist, bevor er beim Verbraucher auf dem Tisch landet? Das muss nicht sein. Das beweisen die regionalen Erzeuger und Initiativen, die beim nächsten Warburger Feierabendmarkt am Dienstag, 14. Mai, auf dem Neustädter Marktplatz dabei sind.

Mittwoch, 08.05.2019, 10:00 Uhr
Auf den Warburger Feierabendmarkt am Dienstag, 14. Mai, freut sich Projektleiterin Vera Prenzel (rechts) mit den Ausstellern (von links): Fatima Almohammad, Betty Hermanns (Zweite Heimat), Christine Pohlmann (Finnenberghof), Edeltraud Girling-Mayer (Fair-Trade), Julia Engemann (Biolandhof Engemann), Uwe Lohre (Imkerverein Warburg), Karin Sautner-Lohmüller (Bördebüffel Rinderzucht), Wirtschaftsförderer Sören Spönlein, Gemüsehändler Mario Behrend, Tatjana Hartwig (Musikcafé Zur Tenne), Heike Schäfer-Jacobi (Biohof Jacobi), Irmgard Heuel (Mittagstisch), Daniel Henke (Bäckerei Henke) und Sabrina Ellermann (Fleischerei Ellermann). Foto: Schonheim

»Wir sind im September 2018 erfolgreich mit unserem ersten Feierabendmarkt auf dem Altstadtmarktplatz gestartet. Jetzt geht es weiter«, kündigt Vera Prenzel, Leiterin des Projekts »Warburg isst« der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal, an. Insgesamt seien in diesem Jahr drei Märkte geplant: am 14. Mai und 11. September in der Neustadt sowie am 10. Juli in der Warburger Altstadt.

Von Honigsenf bis Wasserbüffel-Leberwurst

In der Zeit von 16 bis 20 Uhr können die Besucher am kommenden Dienstag das regionale Angebot kennen lernen – empfohlen wird, eigene Behälter für den Einkauf mitzubringen. Neben den Händlern des Dienstags-Wochenmarktes stellen viele weitere regionale Aussteller ihre Produkte vor. So bietet der Imkerverein Warburg alles rund ums Thema Honig an – von Met bis Honigsenf. Der Verein »Zweite Heimat« präsentiert selbst genähte Kissen. Das Musikcafé Zur Tenne bereitet Kartoffelchips aus Bördekartoffeln vor und der Warburger Sportverein übernimmt die Bewirtung. Leberwurst vom Wasserbüffel können Besucher am Stand der Bördebüffel-Rinderzucht Lohmüller kosten. Ein Geschirrmobil sorgt dafür, dass vor Ort gegessen und getrunken werden kann – ohne Müll zu produzieren. Musikalisch wird der Markt von Firdovsi Hafiz Isayev am Keyboard begleitet.

»Zum ersten Mal gibt es die Brotzeit«, wirbt Projektleiterin Vera Prenzel. »Die Marktbesucher können sich an den Ständen eine eigene Brotzeit kreieren – mit Käse oder Wurst belegte Brotscheiben. Fast an jedem Stand findet sich etwas Leckeres«, sagt sie. Wer möchte, kann sich dazu ein Brettchen für zehn Euro kaufen, das eigens von der Holzwerkstatt Himmler angefertigt worden ist.

Projekt soll neue Austeller motivieren

Das Projekt »Warburg isst« steht unter dem Motto »Nachhaltig ernähren: Klima schützen«. »Wir wollen zeigen, dass man sich auch im Alltag klimafreundlich ernähren und verpackungsarm einkaufen kann. Wir wollen mit den Feierabendmärkten auch unsere Wochenmärkte stärken«, erklärt Vera Prenzel den Hintergrund des Projekts.

Bürgermeister Michael Stickeln und Sören Spönlein, Wirtschaftsförderer der Stadt Warburg, unterstützen das Förderprojekt. »Es gibt viel vor Ort. Man muss nicht im Supermarkt einkaufen«, bekräftigt Michael Stickeln. Ziel sei es, so Spönlein, über die Feierabendmärkte auch neue Aussteller für die Wochenmärkte in der Alt- und Neustadt zu gewinnen.

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