600 Feuerwehrkameraden üben beim großen Leistungsnachweis in Warburg
Wenn im Notfall keine Zeit bleibt

Warburg (WB). Im Notfall bleibt Lebensrettern wie den Mitgliedern der Feuerwehr wenig Zeit. Damit sie dennoch überlegt und koordiniert eingreifen können, wenn es sprichwörtlich »brennt«, üben sie regelmäßig – so wie beim großen Leistungsnachweis in Warburg.

Montag, 06.05.2019, 08:00 Uhr
Drei Feuer in maximal fünf Minuten müssen die insgesamt 79 angetretenen Gruppen in der ersten Aufgabe für den Leistungsnachweis löschen. Ausrichter der Abnahme im Speckgraben war in diesem Jahr die Feuerwehr Warburg. Unterstützt wurde sie dabei von Mitgliedern des Deutschen Roten Kreuzes. Foto: Verena Schäfers-Michels

Drei nebeneinander liegende Brandherde in fünf Minuten zu löschen, das müssen Feuerwehrleute können, wenn sie den Leistungsnachweis erhalten wollen. Am Samstag stellten sich über 600 Kameraden aus dem Kreis Höxter unter der Aufsicht von Schiedsrichtern vier Prüfungen. Ausrichter der Abnahme im Speckgraben war in diesem Jahr die Feuerwehr Warburg.

Leistungsnachweis der Kreis-Feuerwehren in Warburg

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  • Leistungsnachweis der Kreis-Feuerwehren in Warburg
Foto: Verena Schäfers-Michels
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»Jede Gruppe muss drei Zielfeuer mit einem B-Rohr und zwei C-Rohren bekämpfen«, erklärte Markus Müller, stellvertretender Leiter der Warburger Feuerwehr. Bei Fehlern jeglicher Art gab es fünf Strafsekunden – die schlugen bei den Gruppen dann wiederum auf die Gesamtwertung.

Deutsches Rotes Kreuz unterstützt Feuerwehr

Auch das Vorführen dreier Knoten –  des Schotenstichs mit Aufzugsschlaufe, des Pfahlstichs oder Rettungsknoten und des Kreuzknotens – wurde von den insgesamt 79 Gruppen gefordert. Zudem musste unter Anleitung der DRK-Leute Werner Wasmuth und Corinna Leiße die Versorgung eines Verletzten, der nicht mehr ansprechbar ist, gezeigt werden. Außerdem mussten Fragen aus dem Fragenkatalog beantwortet werden. Seit sieben Jahren wird die Feuerwehr dabei vom Deutschen Roten Kreuz unterstützt.

Zum ersten Mal mussten sich Milena Kaiser, Miriam Fischer und Lea Hamel der Herausforderung stellen. Sie sind im vergangenen Jahr der Löschgruppe Menne beigetreten und haben seit einem Monat zwei Mal wöchentlich geübt. »Der Leistungsnachweis ist für uns ein Highlight im Jahr«, sagte Daniel Strathaus von der Feuerwehr Hohenwepel. »Der Austausch mit den Kameraden ist sehr wichtig.« Daniela Klaas-Lüdecke aus Daseburg ergänzte: »Manchmal trifft man Leute, die man jahrelang nicht gesehen hat.«

Firma Heitmann stellt Gebäude zur Verfügung

Alle drei Jahre richtet die Feuerwehr Warburg den Leistungsnachweis aus. Mit Genehmigung des Bauhofs und der Stadt Warburg wird der Speckgraben dafür gesperrt und ein Gebäude der Firma Heitmann zur Verfügung gestellt.

Obwohl in der kommenden Woche noch die Möglichkeit besteht, in Nieheim den Leistungsnachweis zu absolvieren, kamen auch aus dem Nordkreis viele Wehren mit ein bis zwei Gruppen nach Warburg. Die weiteste Anreise hatten am Samstag die Feuerwehrleute aus Brenkhausen.

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