Erneute Deckensanierung – Befahren des Weges mit Autos und landwirtschaftlichem Gerät verboten
Sandsteinquader versperren Diemelradweg

Ossendorf (WB). Um den beliebten Wander- und Radweg entlang der Diemel wieder nachhaltig für die Allgemeinheit nutzbar zu machen und zu erhalten, haben die Ossendorfer jetzt zu drastischen Mitteln greifen müssen. Im Bereich der Diemelfurt und der Einmündung Wethener Straße wurden jeweils zwei diagonal angeordnete Sandsteinquader als Absperrung aufgestellt. Diese sollen gewährleisten, dass nur Radfahrer und Fußgänger diesen Engpass zukünftig passieren können.

Freitag, 03.05.2019, 07:00 Uhr
Steinquader als Absperrung sollen gewährleisten, dass nur Radfahrer und Fußgänger diesen Engpass des Diemelradweges zukünftig passieren können, erklärt Walter Güntermann Foto: Ralf Benner

Für Autofahrer und landwirtschaftliche Fahrzeuge ist der Diemelradweg damit gesperrt. »Die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen können von den Anwohnern aber erreicht werden«, versichert Bezirksausschussvorsitzender Walter Güntermann. Die Beschilderung weist auch darauf hin, dass es für Fahrzeuge keine Wendemöglichkeit gibt. Zur Sicherheit wurden die Steinblöcke zudem beidseitig mit selbstleuchtenden Reflektoren versehen.

Zur Sanierung und Instandsetzung des Diemelradweges war auf einer Länge von etwa 1000 Metern von der Wethener Straße bis zur Diemelfurt eine fünf Zentimeter starke Decke aus Asphaltfräsgut aufgebracht worden, frei von teer- und pechhaltigen Substanzen. Denn der Weg liegt in der Schutzzone des Wasserschutzgebietes Ossendorf. »Die Nachweise der Unbedenklichkeit des zertifizierten Recyclingbaustoffes liegen dem Bauamt vor, so dass hier keine Probleme entstehen«, sagt Güntermann. Aus dem Straßenbudget des Ortes waren dafür 15.000 Euro investiert worden.

Verbotsschilder in Vergangenheit ohne Wirkung

In Absprache mit dem Ordnungsamt und dem Bezirksausschussvorsitzenden war von der Straßenverkehrsbehörde angeordnet worden, dass der Diemelradweg in diesem Teilstück in beiden Richtungen nur noch von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden darf. Die Sandsteinquader sollen laut Ausschussvorsitzendem nun sicherstellen, dass sich alle Verkehrsteilnehmer auch an diese Regelung halten, um weiteren Schaden abzuwenden, damit die Decke aus Asphaltfräsgut nicht gleich wieder zerstört wird.

»Die Verbotsschilder wurden in der Vergangenheit von Autofahrern leider sehr oft ignoriert«, bedauert Güntermann. Ein Versuch, den Weg auf einer Länge von 1000 Metern von der Wethener Straße bis zur Diemelfurt mit einer wassergebundenen, vier Zentimeter dicken Decke aus feinem Kalkschotter zu sanieren, war deswegen im Winter 2018 gescheitert. Dieses Vorhaben hatte ebenfalls 15.000 Euro gekostet: »Durch häufiges Befahren mit Autos und schwerem Gerät – trotz eines Verbotes – hatte diese Maßnahme nur eine kurze Lebensdauer. Das verdichtete Schotterbett löste sich und machte den Weg für Fußgänger und Radler schwer passierbar.« In Zukunft sei angedacht, den Diemelweg mit einem Fuß- und Radweg zu verbinden, der entlang der Wethener Straße, vom Heinbergweg bis zum Asselner Feld, als Lückenschluss errichtet werden könnte, so Güntermann.

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