3000 Quadratmeter Fläche bei Hardehausen in Flammen – Warburger helfen vor Ort 250 Helfer löschen Waldbrand

Warburg/Lichtenau (WB). Der erste große Waldbrand im Jahr am Mittwoch in der Egge zeigt es deutlich: Nach der Dürre 2018 und den Schäden durch die Stürme Friederike und Eberhard sind die Wälder trocken – und brennen wie Zunder.

Von Bernhard Liedmann und Daniel Lüns
Im Wald zwischen Hardehausen und Kleinenberg brach das Feuer aus. Es brannte eine Fläche von 3000 Quadratmetern nieder. Aus dem Warburger Land waren insgesamt 56 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Brandursache für das Feuer abseits von Wanderwegen ist bislang unbekannt.
Im Wald zwischen Hardehausen und Kleinenberg brach das Feuer aus. Es brannte eine Fläche von 3000 Quadratmetern nieder. Aus dem Warburger Land waren insgesamt 56 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Brandursache für das Feuer abseits von Wanderwegen ist bislang unbekannt. Foto: Feuerwehr Kreis Paderborn

Mehr als 250 Feuerwehrleute waren im Einsatz , um zwischen Hardehausen und Kleinenberg einen Flächenbrand auf 3000 Quadratmeter mitten im Wald zu löschen. Aus noch nicht geklärter Ursache war das Feuer gegen 16.30 Uhr im Bereich des Bördenweges ausgebrochen. Im schwer zugänglichem Gelände mussten die Wehren insbesondere die Wasserversorgung sicherstellen.

Wasserversorgung gestaltet sich schwierig

So wurden aus dem gesamten Kreis Paderborn und aus dem Warburger Land Löschfahrzeuge zusammengezogen, um zigtausende von Litern Wasser über eine Entfernung von drei Kilometern zum Brandherd zu bringen. Auch Helfer der Flughafenfeuerwehr Paderborn/Lippstadt und des THW Paderborn waren vor Ort. Im Pendelverkehr haben sie laufend einen Löschcontainer der Kreisfeuerwehr betankt, der vor Ort aufgestellt wurde und 30.000 Liter Wasser fassen kann.

»Die einzelne Runde für ein Fahrzeug betrug dabei sieben Kilometer«, beschreibt für die Einsatzleitung Christoph Michaelis, stellvertretender Leiter der Lich­tenauer Feuerwehr, ein Hauptproblem der Löscharbeiten. Die Fahrzeuge mussten von einem drei Kilometer entfernten Hy­dranten in Kleinenberg das Wasser zum Einsatzort bringen.

Bis der große Container der Paderborner Kreisfeuerwehr aus Ahden eintraf, war zunächst ein Becken eingerichtet worden. Gegen 23 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle, vor Ort verblieb dann bis Donnerstag eine Brandwache. Gegen 23 setzte auch der Regen ein und unterstützte somit die Löscharbeiten vor Ort.

45 Feuerwehrleute aus Bonenburg, Scherfede und Rimbeck im Einsatz

Für das Warburger Land waren 45 Feuerwehrleute aus Bonenburg, Scherfede und Rimbeck im Einsatz. Auch das Tanklöschfahrzeug TLF 4000 aus Warburg war vor Ort, da es über einen 5000 Liter großen Wassertank verfügt. Markus Müller, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Warburg, war als Führungskraft am Brandort. Jürgen Rabbe, Leiter der Warburger Wehr, arbeitete vom Gerätehaus in Scherfede aus.

Dort hatten die Helfer eine Kommandozentrale eingerichtet, in der die Einsätze koordiniert wurden. »Durch das Entsenden der Einheiten aus Bonenburg, Scherfede und Rimbeck waren diese Bereich quasi leergezogen. Aber wir müssen ja trotzdem den Grundschutz gewährleisten«, erklärt Rabbe. Im Zweifelsfall wären dort die Kräfte aus Ossendorf und Hohenwepel eingesprungen.

Ermittlungen zur Brandursache dauern an

Gegen 18 Uhr wurde die Löschgruppe Nörde alarmiert, um das Gebiet um Hardehausen im Blick zu haben. Um 20.30 Uhr wurden die 45 Helfer, die bereits seit 16.45 Uhr im Dienst waren, durch elf Aktive aus Nörde und Ossendorf abgelöst. Sie blieben bis 2 Uhr vor Ort, halfen bei Nachlöscharbeiten und bei der Brandwache.

»Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass solche Einsätze künftig häufiger passieren«, sagt Rabbe mit Blick auf die Trockenheit. »Bereits jetzt ist es so trocken wie im vergangenen Sommer.« Die Verpflegung der Einsatzkräfte übernahm das Deutsche Rote Kreuz. Kräfte des THW leuchteten die Einsatzstelle aus.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und bittet Zeugen, sich unter Telefon 05251/306 zu melden.

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