Arbeiten an St. Vincentius in Scherfede: Gesamtkosten von 550.000 Euro
Kirche bekommt neues Dach

Warburg (WB/dal). 550.000 Euro werden zurzeit in die Pfarrkirche St. Vincentius in Warburg-Scherfede investiert. Dort sollen große Teile des Schieferdaches erneuert werden. Zudem soll ein Gitter im Eingangsbereich eingebaut werden.

Donnerstag, 04.04.2019, 07:00 Uhr
Die Kirche St. Vincentius in Scherfede ist zurzeit teilweise abgesperrt und eingerüstet. Das Gotteshaus bekommt ein neues Dach. Die alten Schieferplatten sind nicht mehr regenfest, eindringendes Wasser wird im Dachraum bereits mit Wannen aufgefangen. Foto: Daniel Lüns

Das ganze Hauptdach soll erneuert werden. Im Zuge der Arbeiten sollen auch die Dachrinnen und die Blitzschutzanlage erneuert werden. Das Schieferdach des Kirchturms und des südlichen Seitenschiffs wurde bereits ersetzt, dort besteht kein Handlungsbedarf. Von den Kosten trägt die Kirchengemeinde einen Eigenanteil von etwa 93.000 Euro.

Die restliche Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Landes sowie zum Großteil aus Kirchensteuermitteln des Erzbistums Paderborn. »Die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange und werden sich über mehrere Wochen hinziehen. Beeinträchtigungen bei den Messfeiern sind nicht zu erwarten«, erklärt Stephanus Ernst, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes.

Keine Beeinträchtigungen bei den Messfeiern

»Das denkmalgeschützte Kirchengebäude der ist weithin das sichtbare Wahrzeichen der Gemeinde Scherfede. Durch die exponierte Lage ist die Basilika besonders starken Witterungseinflüssen ausgesetzt«, erklärt er. Die neugotische Kirche sei zwischen 1859 bis 1862 erbaut worden. »Das Schieferdach der Kirche muss trotz mehrfacher Ausbesserungen dringend erneuert werden.«

Der Zustand des Daches sei auch anhand vieler Flickstellen erkennbar. »Die Regensicherheit ist leider nicht mehr gegeben«, sagt Ernst. Um das durchsickernde Wasser aufzufangen, seien im Dachraum sogar schon Wannen aufgestellt worden. Diese müssten häufig geleert werden. »Die übliche Haltbarkeit des Sauerländer Schiefers ist längst erreicht. Die Steine zeigen besonders an den Unterseiten Auflösungserscheinungen. Eine erneute Reparatur ist aufgrund zunehmender Schäden nicht mehr sinnvoll.«

Für die Planung und Bauleitung ist die Architektengruppe Raimund Busch aus Warburg zuständig. »Mit den Arbeiten wurden, soweit möglich, heimische Firmen beauftragt. Die Schieferdacheindeckung wird durch die in Brilon ansässige Firma Prange ausgeführt, mit den Zimmermannsarbeiten ist Firma Holz-Schmidt aus Rimbeck beauftragt. Auch die weiteren kleineren Gewerke sind an regional ansässige Firmen vergeben«, betont Stephanus Ernst.

Gitter im Eingangsbereich bietet beschränkten Zugang

Das Gitter im Eingangsbereich soll einen beschränkten Zugang zur Kirche bieten. Es wird am Eingang zum rechten Seitenschiff eingebaut. An diesem Seiteneingang ist ein barrierefreier Zugang zur Kirche vorhanden. Er soll allen Besuchern die Möglichkeit bieten, auch außerhalb der festgelegten Gottesdienstzeiten die Kirche zu besuchen.

»Die sehr filigran geplante Gitteranlage des beschränkten Zugangs ermöglicht einen ungehinderten Blick auf den Hochaltar sowie auf den gesamten Kirchenraum«, sagt Ernst.

»Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang der als Innenwandmalerei ausgestaltete Kreuzweg des Künstlers Bernd Terhorst aus dem Jahre 1931. Der seit 1965 mit Seidenpapier abgedeckte Kreuzweg wurde bei der letzten Innenrenovierung 2007 zum größten Teil wieder frei gelegt«, so der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes.

»Insbesondere in der letzten Genehmigungsphase möchte sich der Kirchenvorstand für die Unterstützung bei der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Warburg bedanken.« Während der Bauarbeiten soll die Lärmbelastung für die Anwohner gering gehalten werden. »Der Kirchenvorstand bittet für die nicht vermeidbaren Beeinträchtigungen um Verständnis«, sagt Ernst.

Die Fachleute gehen übrigens davon aus, dass sich die hohe Luftfeuchtigkeit im Innenraum der Kirche nach den Bauarbeiten stark reduzieren wird.

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