Musical »Mensch« wird im PZ aufgeführt – Projekt erfreut 800 Zuschauer
110 Akteure spielen gleich zweimal

Warburg(WB). Höchstleistung erbrachten am Samstag die Akteure des Musicals »Mensch« im Pädagogischen Zentrum in Warburg. Gleich zweimal präsentierten sie das Werk aus der Feder des Herlinghauseners Ralf Filker vor nahezu ausverkauftem Haus.

Montag, 01.04.2019, 08:02 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 08:10 Uhr
Die Verführung (Carolin Schnückel) nutzt Menschs (Reinhard Wappler) Zweifel aus, um ihn auf den falschen Weg zu bringen. Sie schwärmt ihm etwa von der Beliebtheit vor, die er über die modernen Medien erringen kann. Foto: Verena Schäfers-Michels

110 Akteure spielen Musical »Mensch«

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Die evangelische Kirchengemeinde Altkreis Warburg wollte mit dem Musical-Projekt Menschen aus der Region zum Mitmachen einladen. Mehr als 100 Akteure fanden sich schließlich in den vergangenen Monaten zusammen – vor und hinter den Kulissen –, um »Mensch« auf die Bühne zu bringen. Damit erfreuten sie bei den beiden Vorstellungen rund 800 Gäste.

»Sie sind sicher mit viel Neugier hierhergekommen«, begrüßte Projektpatin Felicitas Schimmel das Publikum. Als sie von dem Projekt erfahren hatte, sei sie gern und spontan bereit gewesen, als Schirmherrin zu fungieren. Sie bat um einen »wohlwollenden Blick und ein weites Herz« für das Musical, das ein neues Bild von dem Gleichnis des verlorenen Sohnes zeigt.

Die Verführung schwärmt vom schönen Leben

Zahlreiche Menschen in weißen Blusen und Hemden fanden sich in der ersten Szene zu einem Chor aufgestellt zusammen. Sie intonierten »Großer Gott, wir loben dich« von Ignaz Franz. Gottes Liebe blieb von Anfang bis Ende Teil des Stücks, mal stand sie mehr am Rand, dann war sie wieder der Mittelpunkt des Geschehens. In der Rolle des Dirigenten fungierte Thilo Nordheim aus Nörde, der die musikalische Leitung des Projektes übernommen und die von Ralf Filker getexteten Songs, neun an der Zahl, vertont hatte.

Inmitten dieses Chores singt »Mensch« (überragend: Reinhard Wappler), der plötzlich aus den Reihen der Singenden ausbricht und ruft: »Ich kann das nicht mehr!« Mensch sieht keinen Sinn mehr darin, Gott zu loben, zweifelt an dessen Existenz. Diesen Moment nutzt die Verführung (Carolin Schnückel), die sich an Mensch heranschleicht und ihm vom schönen Leben vorschwärmt: Von der Beliebtheit, die er über die modernen Medien erringen kann, die vielen Klicks und Likes, die ihn erwarten.

»Du schmeißt alles weg, was dir was bedeutet hat.«

Kurz funkt das Gewissen (Franziska Reinecke) dazwischen und wirft Mensch vor: »Du schmeißt alles weg, was dir was bedeutet hat.« Doch das ist Mensch egal. Er kauft sich coole neue Klamotten, schmeißt Partys mit vielen neuen Freunden. Der Chor singt »Du siehst echt cool aus!«, gefolgt von »Geiles Leben« von Glasperlenspiel. Schülerinnen der sechsten Klasse der Sekundarschule rappen dazu. In einem »Traumtanz« treten Messdiener aus Eissen auf.

Als die Obdachlose Tessa Trouble (Melanie Eichert) mitfeiern will, ist Mensch nicht amüsiert. Kurzerhand schmeißt er sie vor die Tür. Nur wenige Sekunden später wendet sich das Blatt: Mensch hat sein ganzes Geld verpulvert, seine neuen, angeblichen Freunde sind weg – und die Verführung noch dazu. Am Boden zerstört bleibt Mensch zurück und hat nun nichts mehr.

In stehender Ovation und Jubel applaudiert das Publikum

Schlimmer noch, bei einem Besuch in der Suppenküche bekommt er sein eigenes Verhalten zurückgezahlt. In einer hochemotionalen Szene singt Tessa Trouble »Nix da!« und verweigert ihm deutlich den Zutritt. Mensch wundert sich zuerst: »Ich wollt so gern das lockerleichte Leben«, erkennt aber allmählich seine Fehler, was ihn noch mehr verzweifeln lässt.

Erst der Mut (Heidi Waldeier-Menne) gibt Mensch neue Zuversicht und mit der Hilfe des Gewissens findet er zurück in seine Kirche, wo ihm zwar Gegenwind, aber größtenteils Freunde über seine Rückkehr entgegen weht. Im Schlusssong »Gott – wie ein Freund« finden alle Akteure auf die Bühne. Die Band (Daniel Panzer, Jan Steiger, Dirk Menne und Christian Svenson) spielt mit. Und in stehender Ovation und Jubel applaudiert das Publikum für die rundum gelungene Leistung.

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