Margarete Kohlbrock feiert in Warburg-Daseburg ihren Geburtstag
»Tante Grete« ist 100 Jahre alt

Warburg (WB/aho). »Tante Grete« aus Warburg-Daseburg ist nun 100 Jahre alt. Familie, Freunde und Nachbarn kamen am Donnerstag im »Daseburger Hof« zusammen, um den besonderen Geburtstag zu feiern.

Donnerstag, 07.03.2019, 20:00 Uhr
Das Geburtstagskind Margarete Kohlbrock (sitzend) im Kreise der ­Familie und Freunde mit den offiziellen Gratulanten, dem ­Bezirksverwaltungsstellenleiter Hermann-Josef Ewe (zweiter von links) und dem stellvertretenden Bürgermeister der Hansestadt ­Warburg, Heinz-Josef Bodemann (dritter von links) beim Sektempfang. Foto: Astrid E. Hoffmann

Margarete Kohlbrock nahm die guten Wünsche in Empfang und freute sich auch über die Glückwünsche, die Heinz-Josef Bodemann, stellvertretender Bürgermeister Stadt Warburg, und der Daseburger Bezirksverwaltungsstellenleiter Hermann-Josef Ewe überbrachten.

Kohlbrock wurde in Daseburg als fünftes von sieben Kindern der Familie Seck, die am Dorfteich wohnte, geboren. Dort wuchs sie auf und besuchte die Daseburger Volksschule. Während ihrer letzten Schuljahre war sie gern als Kindermädchen bei den Nachbarfamilien unterwegs.

»Von dieser Zeit berichtet sie heute noch mit Begeisterung«, sagt Heinz Müller, dessen Frau Gisela eine Nichte des Geburtstagskindes ist. Bei ihnen lebt »Tante Grete«, wie sie von vielen im Dorf genannt wird, seit 25 Jahren wieder in ihrem Geburtshaus.

Bei der Reichsbahn beschäftigt

Nach ihrer Schulzeit arbeitete Margarete Seck bei Landwirten als landwirtschaftliche Gehilfin und im Haushalt. Von August 1943 bis Juli 1945 war sie als Gehilfszugschaffnerin bei der Reichsbahn in Warburg beschäftigt – die Männer fehlten kriegsbedingt.

Die junge Frau begleitete die Züge zwischen Warburg und Kassel sowie Warburg und Hagen. Bei dieser Tätigkeit lernte sie Josef Kohlbrock aus Nörde kennen, der nach dem Krieg ebenfalls bei der Bahn arbeitete. Sie heirateten am 11. Februar 1947 und zogen in sein Elternhaus nach Nörde. Dort wurde sie schnell in die Dorfgemeinschaft aufgenommen.

Mit ihren Kochkünsten half sie oft und gern bei verschiedenen Feiern. Aber auch Feld und Garten waren ihr Revier. In ihrer Freizeit spielte sie Theater und sang im Kirchenchor. Sie hatte keine Kinder, aber betreute viele Jahre den Sohn einer Nachbarin, sodass dessen Mutter beruhigt zur Arbeit gehen konnte. 1980 erkrankte ihr Ehemann schwer und verstarb im Juni des gleichen Jahres.

Grete bereichert die Seniorenrunde

Margarete Kohlbrock wohnte noch bis 1994 in Nörde. Sie hatte inzwischen die Wassergymnastik, das Schwimmen und das Wandern für sich entdeckt und war so lange fit und mobil. Mit 75 Jahren, nach einigen schweren Erkrankungen, zog sie es nach Daseburg zurück.

Ihre Nichte Gisela Müller und dessen Mann Heinz nahmen sie gern auf. Fortan bereicherte Grete die Daseburger Seniorenrunde und ging auch ihrer Familie in Haushalt und Garten zur Hand. »Nun lassen ihre Kräfte nach, aber sie ist immer noch einen Frohnatur«, sagt Heinz Müller.

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