Meisterfrühstück: Warburger singen ein hohes Lied auf den Titgenbürger
Rudi Ryll ist der Schildträger 2019

Warburg (WB). Das Geheimnis ist gelüftet: Schornsteinfegermeister Rudi Ryll ist Träger des Titgenburger Schildes 2019. Beim Meisterfrühstück am Rosenmontag hat der Meister- und Gewerbeverein Warburg den 60-Jährigen für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten mit dem Orden ausgezeichnet.

Dienstag, 05.03.2019, 07:33 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 09:47 Uhr
Schornsteinfegermeister Rudi Ryll (2. von rechts) ist der Titgenbürger 2019. Den Schild und die Urkunde haben dem 60-Jährigen Fritz Gleibs, Norbert Senges, Michael Hendker (von links) und Zeremonienmeister Franz Freitag (rechts) überreicht. Foto: Silvia Schonheim

»Hier sitzen der Männer besten Exemplare«, stellte Zeremonienmeister Franz Freitag nach dem Einzug ins Pädagogischen Zentrum selbstbewusst fest. »Obendrein noch schlau, werden die Haare auch grau! Was wäre Warburg ohne uns?«, fragte er das gut gelaunte männliche Publikum.

Witz und Wortspiele

Zustimmung war ihm an diesem Karnevalsmorgen gewiss. Seit mehr als 30 Jahren ist Franz Freitag Zeremonienmeister. Olaf Krane ließ beim Auftritt seiner Panikband die Bombe platzen: »Das ist Franz letztes Jahr. Er will aufhören.« Diese überraschende Nachricht löste bei den Gästen Proteste aus. Norbert Senges forderte gar »lebenslänglich« für Franz Freitag. Die Bitten ums Weitermachen ließen Freitag nicht unberührt, vielleicht denkt er ja noch mal über seinen Entschluss nach. Dem Warburger Meisterfrühstück würde ohne den wortgewandten Redner sicher etwas fehlen.

Meisterfrühstück in Warburg

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Foto: Silvia Schonheim
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Wie gut auch er mit Worten spielen kann, zeigte Schulmeister Franz-Josef Kossmann, der zuletzt 2010 in der Bütt stand: »Es ist doch paradox, wenn jemand sitzen muss, weil er gestanden hat. Oder der Zahnarzt sagt: Beißen Sie mal die Zähne zusammen und machen den Mund weit auf.«

Ryll lange im Ehrenamt aktiv

Ein hohes Lied auf den Titgenburger sang Raimund Busch. Bei der Verleihung des Titgenburger Schildes machte es Vorsitzender Michael Hendker spannend. Doch die Männer wussten schnell, wer der neue Schildträger ist: »Diesen Handwerksmeister kennt jeder, seine Farbe ist schwarz, politisch eher gelb.«

Die Laudatio auf Ryll hielt Fritz Gleib. »Rudi ist ein Meister des Ehrenamts«, sagte er und listete auf: »35 Jahre FDP-Mitglied, seit 1999 mit Unterbrechungen im Warburger Stadtrat, 49 Jahre in der Feuerwehr, 31 Jahre im Pfarrgemeinderat der Neustadt, im Vorstand seit 2013 und seit 2018 ebenfalls im Vorstand des Pfarrverbundes.«

Der »Rolls Royce« von Warburg

Die Sternsinger seien Rylls Steckenpferd: »In 32 Jahren hat er mit der Messdienerjugend 167.500 Euro gesammelt.« Weitere Aktionen wie die offene Kirche, der lebendige Adventskalender oder auch die Unterstützung der Initiative »Brot statt Böller« kennzeichnen den Ehrenamtsweg.

Gleibs: »Rudi hat Warburg als Hobby und ein wenig ist er der RR – der Rolls Royce – von Warburg.« Der Schildträger bedankte sich artig und bat darum, dass auf seinem Grabstein einmal stehen soll: »Er kehrt nie wieder.«

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