Gerlinde Bielefeld erhält den Hausorden der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiss Ossendorf
»Stein der Schande« für Höpperkönig

Ossendorf (WB/vsm). Die Garden haben am Sonntagabend die große Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiss Ossendorf eröffnet.

Montag, 04.03.2019, 15:00 Uhr
In die Reihen der Würdenträger wurden in diesem Jahr Neu-Cochumer Dieter Beilenhoff (3.von links) und Gerlinde Bielefeld (Mitte) als Trägerin des Hausordens aufgenommen. Darüber freuten sich der Vorsitzende Ansgar Engemann (2.von links), Zeremonienmeister Johannes Laudage (2. von rechts) und die Funkenmariechen Fabienne Strauch (links) und Marleen Menne (rechts). Foto: Schäfers-Michels

In der voll besetzten Heinberghalle herrschte ausgelassene Stimmung, die durch die Saalwette weiter angeheizt wurde, bei der ausgewählte Kandidaten beim Lösen von Bilderrätseln Wertmarken für Getränke ergattern konnten.

Solomariechen Emily Jochheim begeisterte das Publikum mit ihrem Auftritt. Für die Zehnjährige ist es die zweite Saison.

»Tinder ist das Zalando für Menschen«, ist sich Comedian Jan Preuss sicher. »Schrei vor Glück oder schick’s zurück.« Bekannt ist der 24-Jährige aus dem Quatsch Comedy Club im Fernsehen. Preuss verriet auf der Bühne, dass er hauptberuflich Erzieher sei und gab einen Einblick in seinen Berufsalltag, der ihn manchmal gründlich überfordere. »Da weint ein Kind und sucht seinen Glupschi, und ich suche zwei Stunden nach einer Mezut-Özil-Stoffpuppe. Woher soll ich wissen, dass das Kuscheltiere mit Glitzeraugen sind?«

Alles im Griff hatten die Rot-Weißen Lumpen. Nichts entgeht den Augen und Ohren von Christoph Engemann, Thomas Fuest und Matthias Fischer. In ihrer 45-minütigen Bütt zogen sie Birger Kriwets neue Karriere als Landfrau durch den Kakao, machten sich über kinderreiche Familien im Ort, die gerne Häuser bauen, lustig und wiesen auf kuriose Entwicklungen im Dorf hin. Den Vogel schossen sie jedoch ab, als sie als heilige Dreilumpigkeit in Talar und Bischofmütze den »Stein der Schande« an der Kette über den Kopf von Marco Löseke gleiten ließen, der diesen nun ein Jahr lang tragen muss. »Wir heiligen Lumpen sind nun in der Pflicht und rufen aus das Jüngste Gericht«, verkündeten die Drei, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, die verlorene Seele, die im Sommer zum Höpperkönig von Engar gekürt worden war, wieder zurück in den Schoß der Narrengemeinde zu holen und nach einer angemessenen Narrentaufe zu mahnen: »All unsere Schäfchen wir haben im Blick!«

Hausorden

»Sie steht eigentlich nie im Rampenlicht«, verkündete Vorsitzender Ansgar Engemann, »aber dennoch ist sie aus der Vereinsgemeinschaft nicht wegzudenken. Stets im Hintergrund agierend, ist sie immer da, wenn sie gebraucht wird.« Die Rede ist von Gerlinde Bielefeld, die seit vielen Jahren eine große Stütze im Organisationsteam des Kinderkarnevals ist. An der Seite ihres Mannes Franz Bielefeld ist sie seit Jahrzehnten beim DRK tätig und kümmert sich mit anderen Frauen um die Bewirtung beim Blutspenden. »Power-Frauen wie sie kann es nie genug geben und wir ziehen den Hut vor ihr«, sagte Engemann bei der Verleihung des Hausordens für ihre Verdienste um Brauchtumspflege, den Karneval und die Ortschaft.

Cochumer-Orden

Im Trüben gefischt und sich damit eine Auszeichnung eingefangen, um die sich die wenigsten reißen, hatte Dieter Beilenhoff. Er ist der Träger des Cochumer-Ordens 2019. Begründen konnte das der Elferrat genau und in Paarreimen über 36 Verse hinweg. Kurz zusammengefasst hatte der begeisterte Angler Beilenhoff seinen Schwiegersöhnen zeigen wollen, dass er ein Experte an Teich und See ist und den jungen Burschen mitgeteilt, beim Kauf ihrer Angelruten »miese Qualität« erstanden zu haben. Im Fachgeschäft kaufte er ein Modell, das »ganz seinen hohen Anforderungen« entsprach, nur leider stellte sich beim Vergleich der alten und der neuen Angelrute heraus, dass beide identisch sind. Dafür erntete Dieter Beilenhoff nun alle Lacher.

Schlaflose Nächte bereitete das Männerballett »Die Traumtänzer« mit schwingenden T-Shirts zum Song »Everybody« von den Backstreet Boys. Mit der Showeinlage endete das Programm und die Narren eroberten das Tanzparkett zu Musik der No Limit Band.

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