Stadt Warburg initiiert Plakataktion und Petition
Kampf für die Zuckerfabrik

Warburg (WB).

Dienstag, 05.02.2019, 09:00 Uhr
90 Motive sind für die kurzfristig initiierte Plakatkampagne »Wir kämpfen für ein Stück Heimat« ausgewählt worden. Dieses Bild stammt von Alexander Evert. Die fertigen Plakate sind ab sofort erhältlich. Mit der Aktion soll auf die drohende Schließung des Warburger Werkes durch die Südzucker AG aufmerksam gemacht werden. »Wir wollen die Bevölkerung animieren, sich dem Protest anzuschließen und ihre Stimme für die Petition abzugeben«, sagt Wirtschaftsförderer Sören Spönlein. Foto: Alexander Evert

»Mit der geplanten Kampagne ›Wir kämpfen für ein Stück Heimat‹ möchten wir die betroffenen 60 Mitarbeiter und deren Familien sowie die über 800 Landwirte unterstützen und uns für den Erhalt der Fabrik einsetzen«, erklärt Wirtschaftsförderer Sören Spönlein. Mit der Plakataktion, für die Bürger Fotos zum Thema Zuckerrüben eingesendet haben, soll auf die drohende Schließung aufmerksam gemacht werden. »Wir wollen die Bevölkerung animieren, sich dem Protest anzuschließen und ihre Stimme für die Petition abzugeben«, so Spönlein.

Petition

Bürgermeister Stickeln ruft die Bürger zum Mitmachen auf: »Mit Ihrer Unterschrift für diese Petition unterstützen Sie die betroffenen Mitarbeiter, Landwirte und die Region insgesamt und kämpfen darüber hinaus für ein Stück Heimat.« Nach dem 20. Februar sollen die Unterschriften dem Aufsichtsrat der Südzucker AG vorgelegt werden. Die Petition ist bereits online gestartet. Auch auf der Facebook-Seite der Hansestadt Warburg ist die Petition zugänglich (www.facebook.com/hansestadtwarburg).

Zusätzlich wird sie noch in dieser Woche in Warburg im Info-Center sowie in verschiedenen Einzelhandelsgeschäften als Unterschriftenliste ausgelegt werden. Die Petition wird zudem an die Städte im Kreis Höxter und Nordhessen verteilt und zur Auslage bereitgestellt werden.

Bürgermeister Stickeln gibt sich in seinem Aufruf kämpferisch: »Gemeinsam sind wir stark! Kämpfen für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Existenzen!« Er führt vor Augen, was das drohende Aus bedeuten würde: »Mehr als 60 Mitarbeiter und deren Familien, über 800 Landwirte sowie Handwerker und Zulieferer würden von einer Schließung nachhaltig betroffen sein. Die Mitarbeiter würden ihre Arbeit und die Familien eventuell ihre Existenzgrundlage verlieren. Unsere landwirtschaftlichen Betriebe und deren Strukturen in unserer Region wären zudem massiv gefährdet.« Mit der Petition sollen die Verantwortlichen der Südzucker AG nachdrücklich dazu aufgefordert werden, die Aufgabe der Betriebsstätte in Warburg im Rahmen des vorgesehenen Restrukturierungsplanes zu überdenken.

Die Zukunftsfähigkeit des Standortes sei gegeben: »Das Werk in Warburg hat Spezialitäten wie den einzigartigen Biorübenzucker im Programm und wirtschaftliche Nischen besetzt, was dem Werk entsprechende Ertragskraft verleiht. Es liegt in der Mitte Deutschlands, verfügt über beste Anbaubedingungen im unmittelbaren Umfeld und ist verkehrstechnisch optimal zu erreichen.«

Die Zuckerfabrik sei das älteste Industrieunternehmen in Warburg und habe ein identitätsstiftendes Merkmal für die Region. Bürgermeister Michael Stickeln: »Die Zuckerfabrik ist aus der Börde schlicht nicht wegzudenken.«

Plakataktion

Das zeigen auch die Fotos, die für die Plakataktion »Wir kämpfen für ein Stück Heimat« eingegangen sind. Sören Spönlein: »Über 300 Bildeinsendungen sind innerhalb von nur zwei Tagen von Fotografen und Kreativen angekommen. 90 Motive wurden für die Plakatkampagne ausgewählt.«

Gewerbetreibende werden ab sofort mit den Plakaten in ihren Schaufenstern ihre Solidarität mit den Mitarbeitern der Zuckerfabrik zeigen. Am Info-Center auf dem Neustadtmarktplatz können Selbstabholer auf die Plakate zugreifen. Die Plakate werden auch für die Mitarbeiter der Zuckerfabrik und Landwirte bereitgestellt .

Die Aktion wird von der Wirtschaftsförderung Warburg aus gesteuert und finanziert sowie von Ruben Emme (True Design) in der Umsetzung unterstützt.

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