Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg: Josef Hilkenbach verabschiedet
»Gesicht der Schule« geht

Warburg (WB). Mit Josef Hilkenbach (65) hat ein bekannter und beliebter Lehrer das Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg in Warburg verlassen. Der langjährige Schulleiter wurde am Freitag offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Samstag, 02.02.2019, 09:00 Uhr
Der Leiter des Johann-Conrad-Schlaun-Berufskollegs, Josef Hilkenbach wurde am Freitag in den Ruhestand verabschiedet. Eine Nachfolgeregelung steht noch nicht fest. Christina Schäfers leitet die Schule nun als stellvertretende Schulleiterin. Foto: Daniel Lüns

Am 1. Oktober 1982 begann er seine Karriere in der Warburger Schule. Der engagierte Pädagoge arbeitete sich hoch. 2002 wurde er schließlich stellvertretender Leiter des Berufskollegs, 2012 wurde er zu dessen Leiter ernannt. Damit diente er der Einrichtung stolze 17 Jahre lang in der Schulleitung. Viele Vertreter und Freunde aus Politik, Verwaltung, Kirche und Schullandschaft hatten sich daher auf den Weg nach Warburg gemacht, um Josef Hilkenbach gebührend zu verabschieden.

Der offizielle Akt des Tages gebührte dabei dem Leitenden Regierungsschuldirektor Helmut Zumbrock von der Bezirksregierung Detmold. Zumbrock überreichte Hilkenbach seine Entlassungsurkunde. »Deine Meinung hat mir bei meinen Entscheidungen oft geholfen. Dafür möchte ich mich bei dir bedanken«, sagte Zumbrock.

Christina Schäfers zur stellvertretenden Schulleiterin ernannt

Der Leitende Regierungsschuldirektor ernannte im Anschluss Lehrerin Christina Schäfers zur stellvertretenden Schulleiterin des Johann-Conrad-Schlaun-Berufskollegs. In dieser Funktion wird Schäfers die Schule künftig leiten. Denn eine Nachfolgereglung für Josef Hilkenbach gebe es bisher noch nicht.

»Mit Beharrlichkeit« habe Hilkenbach dafür gekämpft, dass das Kolleg eigenständig bleibt, unterstrich Zumbrock in seiner Rede. »Der Kreisdirektor möge es wohlwollend hören«, sagte er in Richtung von Kreisdirektor Klaus Schumacher.

Im Februar 2016 hatte der Kreistag mit großer Mehrheit beschlossen, die drei Kreisberufskollegs in Höxter, Brakel und Warburg organisatorisch zusammenzuführen, um die Standorte vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung zu erhalten. Demnach soll das Berufskolleg in Warburg 2020 als weiterer Teilstandort an das Kolleg in Brakel angeschlossen werden. Es soll für alle drei Schulen künftig nur einen Schulleiter und einen Vize in Brakel geben.

Schumacher griff das Thema in seiner Rede auf. »Der Standort ist sicher – wobei dies nichts über die Organisationsform sagt«, erklärte er. Zurzeit gebe es Gespräche mit der Landesregierung, die mit der Zukunft der Ausbildung am Standort Warburg zu tun hätten. Näher äußerte sich Schumacher nicht. Er bedankte sich bei Josef Hilkenbach ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit.

Unzählige Auszubildende auf Arbeitsleben vorbereitet

Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln bezeichnete den scheidenden Schulleiter als »Gesicht der Schule«. Hilkenbach habe »in kontinuierlicher Beharrlichkeit unzählige Auszubildende auf das künftige Arbeitsleben in einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt vorbereitet«. Dadurch habe er dazu beigetragen, dass die jungen Menschen ihren Platz in der Gesellschaft finden konnten.

Zum Abschluss des Festaktes trat Josef Hilkenbach noch einmal selbst ans Mikrofon. Er bedankte sich bei seinen Vorrednern für die vielen individuellen Grußworte und zog nach fast 39 Jahren Schuldienst eine Bilanz. »Ohne meine Frau hätte ich die letzten 17 Jahre in der Schulleitung nicht gesund überstanden«, betonte der 65-Jährige.

Seine Rede wolle er kurz halten, damit noch genug Zeit für ein gemeinsames Beisammensein und Gespräche bleibe. »Für mich ist dieser Moment daher kein Ende, sondern die Geburtsstunde von Erinnerungen«, schloss der langjährige Schulleiter.

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