Aufsichtsrat der Südzucker muss noch zustimmen
Zuckerfabrik soll geschlossen werden

Warburg (WB/thö/dal/ben). Die Zuckerfabrik Warburg soll Anfang 2020 geschlossen werden. Entsprechende Pläne hat der Vorstand der Südzucker AG dem Aufsichtsrat vorgelegt. Dessen Zustimmung gilt als Formalie. Trotzdem will Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln alles daran setzen, das Werk zu retten.

Mittwoch, 30.01.2019, 19:38 Uhr aktualisiert: 30.01.2019, 19:50 Uhr
Hoch über den Dächern der Stadt: Die Zuckerfabrik in Warburg soll geschlossen werden. Foto: Karl-Heinz Wiemers

Südzucker begründet die Schließung mit dem Preisverfall beim Zucker. Betroffen von der Entscheidung sind rund 60 Mitarbeiter. Es ist die zweite Schließung eines Lebensmittel verarbeitenden Betriebs innerhalb kurzer Zeit. Erst im vergangenen Jahr hatte der Molkereikonzern Deutsches Milchkontor seine Molkerei in Warburg-Rimbeck aufgegeben.

Bei den Landwirten herrscht über die Südzucker-Ankündigung Betroffenheit: »Das stimmt mich traurig«, sagte der Kreisvorsitzende des Landwirtschaftsverbandes, Antonius Tillmann.

Die Warburger Zuckerfabrik zählt zu den ältesten Industrieunternehmen in Warburg. Sie wurden 1882 von Bauern aus Warburg und Hofgeismar gegründet und in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof errichtet. Heute bauen rund 800 Landwirte für das Werk an. Für sie wir die Kampagne 2019 voraussichtlich die letzte sein.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6358985?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F
Explosion in Beirut: Mindestens 50 Tote und 2700 Verletzte
Rauch steigt nach einer Explosion über den Trümmern eines zerstörten Gebäudes auf.
Nachrichten-Ticker