Ortsgruppe Warburg möchte Fahrzeug ersetzen – Crowdfunding läuft
Spender für DLRG-Bulli gesucht

Warburg (WB). Der Rost frisst unermüdlich, die Heizung funktioniert nicht richtig, der Motor säuft Öl – die 25 Jahre, die das Führungsfahrzeug der DLRG Warburg auf dem Buckel hat, haben Spuren hinterlassen. Nun soll es ersetzt werden. Dafür werden Spender gesucht.

Samstag, 15.12.2018, 08:00 Uhr
Dieses 25 Jahre alte Führungsfahrzeug der DLRG Warburg soll ersetzt werden. Niklas Kluge, Vorsitzender der Ortsgruppe, zeigt den Mercedes. »Er hat wirklich gute Dienste geleistet. Aber jetzt ist das vorbei«, sagt der Vorsitzende. Foto: Daniel Lüns

DLRG muss alles selbst bezahlen

»Anders als etwa die Feuerwehr oder das THW bekommen wir nichts bezahlt«, erklärt Niklas Kluge, Vorsitzender der Ortsgruppe Warburg der DLRG. »Alles was wir tun oder besitzen, zahlen wir selbst – von der Badehose bis zum Auto.« Aber ein neues, komplett ausgestattetes Führungsfahrzeug – mit Blaulicht, Dachreling, Anhängerkupplung, usw. – koste eben richtig Geld. Die Helfer rechnen mit etwa 47.000 Euro.

»Unser Mercedes D208 ist von 1993. Wir fahren ihn seit zehn Jahren«, sagt Kluge. »Er hat wirklich gute Dienste geleistet. Aber jetzt ist das vorbei.« Zwar machten die Helfer viele Reparaturen selbst. Doch der Aufwand von Zeit und Geld lohne sich nicht mehr. Auch sei das Fahrzeug sicherheitstechnisch nicht mehr aktuell. ABS, ESP, Airbags – Fehlanzeige. Die alten Beckengurte seien nicht optimal, da der Wagen oft im Jugendbereich eingesetzt werde und Kinder transportiere.

Bereits 17.000 Euro zusammengespart

Der Wagen wird außerdem im Kreis Höxter im Bereich Wasserrettung eingesetzt. »Zudem ist unser Mercedes das Führungsfahrzeug des Wasserrettungszuges 8 des Landes NRW«, sagt der Vorsitzende. Im Ernstfall seien dem Wagen und seiner Besatzung 48 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen unterstellt. »Da brauchen wir einen Wagen, der verlässlich funktioniert.« Toll wäre es, wenn der künftig auch höhergelegt wäre und über Allradantrieb verfüge.

Stolze 17.000 Euro hat die Warburger Ortsgruppe in den vergangenen Jahren sorgsam zusammengespart. Den Rest versuchen sie über Spenden und Fördergelder zusammenzubekommen. »Wir haben viele Organisationen angeschrieben. Manche haben schon ihre Unterstützung signalisiert. Auch vom Kreis Höxter haben wir eine Zusage.« Die Aktiven haben die Beschaffung sogar als erstes Crowdfunding-Projekt der Vereinigten Volksbank registriert.

Statt auf einen Großspender setzt die DLRG auf die breite Masse

Der Gedanke dahinter: Statt eines Großspenders kann sich eine breite Masse (Englisch: crowd) beteiligen. Auch Kleinstbeiträge sind dabei willkommen. Durch diese Gruppenfinanzierung kamen bereits mehr als 40 Unterstützer zusammen, die etwa 3500 Euro spendeten. Die Bank steuert ebenfalls einen Betrag bei, der sich an der Spendersumme orientiert. Die Aktion ist noch bis zum 31. Januar 2019 verfügbar.

Und wie geht es nun weiter? »Wir fahren unseren Wagen, bis dass der TÜV uns scheidet«, sagt Niklas Kluge. Das sei zwar erst in etwa einem Jahr der Fall. Aber im ersten Halbjahr 2019 müsse das Ersatzauto gekauft werden, »damit wir noch genug Zeit für die ganzen Auf- und Umbauten haben«. Um die Kosten zu drücken, würden die Helfer auch versuchen, Teile der Ausstattung zu übernehmen. »Die Funkgeräte etwa sind erst zwei Jahre alt. Neu würden die 5000 Euro kosten.«

Interessierte können sich bei Niklas Kluge über das Projekt informieren per E-Mail an niklas.kluge@warburg.dlrg.de. Das Crowdfunding finden Interessierte unter dieser Internetadresse https://v-vb.viele-schaffen-mehr.de/anschaffung-eines-einsatzfahrz.

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