Team des Sozialdienstes katholischer Frauen hat Verstärkung bekommen
Pflegeeltern dringend gesucht

Brakel (WB). Das Team des Pflegekinderdienstes des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) hat Verstärkung bekommen. Die ist auch nötig, denn die Zahl der begleiteten Pflegekinder und die daraus resultierenden Kontakte sind erheblich gestiegen.

Donnerstag, 06.12.2018, 11:02 Uhr
Zum Team des Pflegekinderdienstes gehören unter anderem Hildegard Blass, Huberta Nolte, Uta Heilemann-Kleine und Gertrud Flore. Foto: Jürgen Köster

Wie Geschäftsführerin Gertrud Flore berichtet, haben im Jahr 2005 noch drei Mitarbeiterinnen die 59 Pflegeverhältnisse begleitet und betreut. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der zu betreuenden Pflegekinder auf 102 und 89 Pflegefamilien gestiegen. Flore: »In diesem Jahr sind 113 Pflegekinder und ihre Familien zu betreuen. Und dadurch ist natürlich auch die Zahl der Kontakte zu den einzelnen Pflegefamilien deutlich gestiegen.« Im Jahr 2005 seien es noch 692 Kontakte zu den 59 Familien gewesen – mit einem Durchschnitt von 11,7. Bei der Begleitung von 91 Pflegeverhältnissen im Jahr 2016 seien es 1221 Kontakte gewesen – durchschnittlich 13,4 Kontakte im Jahr.

Kapazitäten ausgeschöpft

»Die Kapazitäten unseres Teams waren nahezu ausgeschöpft«, berichtete Flore in Brakel, wo der Dienst neben Warburg ein zweites Büro hat. Sie freut sich zusammen mit ihren Kolleginnen Hildegard Blass, Huberta Nolte und Uta Heilemann-Kleine, dass sie unlängst fachkundige Verstärkung erhalten haben.

Außer der Beratung und Begleitung der Familien, der Überprüfung und Qualifizierung der Bewerber müssen die Frauen zunehmend interessierte Pflegepersonen werben. Der Bedarf wächst kontinuierlich«, berichtet Flore. Wegen der stetigen Vermittlungsanfragen sucht das Team verstärkt nach Menschen, die bereit sind, die Erziehung und Versorgung eines Pflegekindes auf Dauer oder befristet zu übernehmen. Die Kinder sind überwiegend in einem Alter von 0 bis drei Jahren. Die Pflegeeltern sollten in einem »natürlichen« Altersverhältnis zu ihnen stehen. Flore: »Wichtig ist aber, dass die Chemie stimmt. Ein Drittel der Pflegeeltern entstammt dem erweiterten Familienkreis der Kinder.«

Die Kinder würden nicht direkt von ihrer Herkunftsfamilie in die Pflegefamilie vermittelt. Vorher befänden sie sich in der Regel in einer Bereitschaftspflegestelle.

Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit

Kinder werden laut Flore nur an vorbereitete Bewerber vermittelt. Die Vorbereitungszeit betrage etwa ein halbes Jahr. Die Vermittlung erfolge in einem mehrstufigen Prozess. Nach einem ersten Treffen werde entschieden, ob ein gemeinsames Leben vorstellbar ist. Danach folge eine Zeit der Besuche, bei denen sich Eltern und Kind vertraut miteinander machen.

Erst wenn das Kind zu einem Wechsel bereit sei, verlege es seinen Lebensmittelpunkt in die neue Familie. Das Pflegekind müsse immer das jüngste Kind der Familie sein. Kontakte mit der Herkunftsfamilie würden vom Pflegekinderdienst organisiert und begleitet.

Vorbereitungsseminar

Wer ein Pflegekind aufnehmen möchte, muss nach einem Gespräch mit einer Fachkraft schriftliche Unterlagen (Gesundheitszeugnis, erweitertes Führungszeugnis, Lebensgeschichte, Bewerberbogen) einreichen. Es folgen weitere Bewerbergespräche, ein sechsteiliges Vorbereitungsseminar, ein Auswertungsgespräch und Hausbesuche. Nur sehr wenige Bewerber machten später einen »Rückzieher«, berichtet Flore. »Die Kinder bleiben meist in den Pflegefamilien, in denen sie intensiv begleitet werden«, sagen die SkF-Mitarbeiterinnen. Sie sehen darin auch eine Bestätigung für ihre gute Arbeit.

Zu erreichen sind sie in Brakel unter Telefon 05272/355-205, -203 oder -204 (dienstags und donnerstags von 8.30 bis 11.30 Uhr), in Warburg unter 05641/747828-5 oder -1 (dienstags und freitags von 8.30 bis 11.30 Uhr).

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