Fremdenverkehrsverband plant Flussbegegnungs- und Wasserspielanlage an der Diemel Radwege werden neu ausgeschildert

Warburg (WB/aho). Der Fremdenverkehrsverband Warburg Touristik hat seine Mitgliederversammlung im Gasthof Luis in Scherfede abgehalten.

Der Vorstand des Fremdenverkehrsverbandes Warburg Touristik: (hinten von links): Sören Spönlein, Klaus Braun und Norbert Hoffmann mit den neu gewählten Rechnungsprüfern (vorne von links) Gebhard Hoppe und Klaus Stalze.
Der Vorstand des Fremdenverkehrsverbandes Warburg Touristik: (hinten von links): Sören Spönlein, Klaus Braun und Norbert Hoffmann mit den neu gewählten Rechnungsprüfern (vorne von links) Gebhard Hoppe und Klaus Stalze. Foto: Astrid E. Hoffmann

Zahl der Übernachtungen gesunken, Gästezahlen gestiegen

Klaus Braun, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes, leitete die Versammlung. Er vertrat den Vorsitzenden, Bürgermeister Michael Stickeln, der wegen eines Termins kurzfristig absagen musste. Den Jahresbericht verlas Geschäftsführer Norbert Hoffmann. Der Fremdenverkehrsverband habe im Jahr 2017 bei der Messe Reisewelt Düsseldorf, bei der Landesgartenschau Bad Lippspringe, beim Internationalen Hansetag in Kampen (Niederlande) und beim Westfälischen Hansetag in Wipperfürth die Stadt Warburg und das Warburger Land mit seinen touristischen Angeboten vorgestellt, sagte Hoffmann.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen in Warburg sind 2017 um 3,9 Prozent gesunken, die Gästezahlen allerdings um 5,7 Prozent gestiegen, führte Hoffmann aus. In dieser Statistik sind aber nur die Betriebe aufgeführt, die mehr als zehn Gästebetten anbieten. Aktuell gibt es sechs Hotels, einen Gasthof, sechs Pensionen und 25 Ferienwohnungen, die im Unterkunftsverzeichnis der Warburg Touristik gelistet sind. 308 Übernachtungen wurden am Wohnmobilstellplatz verzeichnet, 252 Stadtführungen angeboten.

Die kulinarischen Stadtführungen wurden sehr gut angenommen, berichtete Hoffmann. Etwa 120 Personen nahmen an vier Nachtwächterführungen teil. Die Führungen »Warburg in der Hansezeit« und »Rundgang zum jüdischen Leben« wurden weniger nachgefragt, sie sollen aber auf jedem Fall im Programm bleiben.

Die Kasse des Verbandes war von den Rechnungsprüfern Gebhard Hoppe und Hermann Ludwig geprüft worden. Es gab keinerlei Beanstandungen. Der Antrag auf Entlastung des Vorstandes und des Geschäftsführers wurde einstimmig erteilt. Gebhard Hoppe wurde als Hauptprüfer wiedergewählt. Hermann Ludwig kandidierte nicht mehr, für ihn wurde Klaus Stalze gewählt. Als Ersatzprüfer stehen Michael Kohlschein und Josef Schrader bereit.

4000 Euro werden für neue Hinweisschilder an den Radwegen investiert

Geschäftsführer Norbert Hoffmann stellte anschließend den Finanzplan für das Jahr 2018 vor. Für Werbung in verschiedener Form sollen 15.000 Euro ausgegeben werden. Mit 4000 Euro sind die Kosten für die neuen Hinweisschilder an den Radwegen veranschlagt worden. Die Ausschilderung der vier Radwege im Warburger Land entsprächen nicht mehr den Richtlinien, erläuterte Klaus Braun.

So sollen den Wegen nun Namen, wie beispielsweise Börderunde mit dem Symbol des Desenberges, gegeben werden. Ehrenamtliche sollen die etwa 300 Schilder auf den insgesamt 160 Kilometern Wegstrecke anbringen. Das Kartenmaterial zu den Radwegen und die Informationen auf den Internetseiten müssen dementsprechend aktualisiert werden. Aus der Versammlung wurde auch darauf hingewiesen, dass durch die digitale Technik wie GPS, Navigationsgeräte in E-Bikes und den Apps auf Tablets und Handys eine »kleinmaschige« Beschilderung der Wege nicht nötig sei.

Flussbegegnuns- und Wasserspielanlage an der Diemel geplant

Das geplante Projekt »Flussbegegnungs- und Wasserspielanlage an der Diemel« sei zum 1. Dezember 2017 fristgerecht bei der Bezirksregierung in Detmold vorgelegt worden, berichtete Norbert Hoffmann. Um dafür nun aber Mittel aus dem Fördertopf des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes (RWP) zu erhalten, müsse der touristische Mehrwert der Anlage noch stärker herausgestellt werden. »Eine überarbeitete Projektskizze wird nun fristgerecht zum 1. Juni eingereicht. Eine Förderung von bis zu 80 Prozent der zu erwartenden Kosten ist möglich«, so Hoffmann.

Auch hessische Kommunen legen derzeit Flussbegegnungspunkte entlang des Diemelradweges an. Der geplante Flussbegegnungspunkt in der Warburger Diemelaue soll auch ein Platz sein, an dem Radfahrer rasten können. Dort werde es Informationen zum Diemeltal und zum Mühlendenkmal geben. »Die Pflege der Anlage übernimmt der Heimat- und Verkehrsverein«, erläuterte Hoffmann. Fahrradständer, Mülleimer und eine Toilette sollen in die Maßnahme eingebunden werden.

Die Internationalen Hansetage in Rostock (21. bis 24. Juni), der Deutsche Wandertag in Detmold (17. bis 19. August), der 35. Westfälische Hansetag in Hasselünne (8. und 9. September) und diverse Messen stehen auf dem Reiseplan des Fremdenverkehrsverbandes.

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