Vivien Tharun hält Warburger im Porträt fest – Ausstellung im Café »Time Out« »Die Menschen machen die Stadt aus«

Warburg (WB). Zur Vernissage »Warburg ist bunt – in schwarz-weiß« von Vivien Tharun sind die Fotomodelle sowie viele geladene Gäste in das Warburger Café »Time Out« gekommen. Bürgermeister Michael Stickeln, der bei der Fotografin ebenfalls als Modell vor der Kamera stand, eröffnete die Ausstellung.

Von Astrid E. Hoffmann
Fotografin Vivien Tharun präsentiert im Warburger Café »Time Out« ihre Ausstellung »Warburg ist bunt – in schwarz-weiß«. Dafür hatte sie Menschen aus Warburg vor der Linse.
Fotografin Vivien Tharun präsentiert im Warburger Café »Time Out« ihre Ausstellung »Warburg ist bunt – in schwarz-weiß«. Dafür hatte sie Menschen aus Warburg vor der Linse. Foto: Hoffmann

Vivien Tharun ist ausgebildete Journalistin und kam während ihrer Ausbildung in Warburg naturgemäß mit vielen Warburgern in Kontakt. Die 37-Jährige aus Dreihausen, einem kleinen Ort zwischen Hamburg und Bremen, fühlt sich wohl in Warburg und findet auch den Landstrich sehr reizvoll. »Ich fotografiere auch Landschaften, aber da gibt es hier auch schon sehr viele gute Fotografen, die das tun«, erklärt sie.

Farbe lenkt von den Gesichtern ab

»Die Menschen machen die Stadt aus und ich wollte eine bunte Mischung darstellen«, sagte sie. Doch bunt sollten die Porträts dann nicht werden, sie wählte die früher für die Zeitungsbranche typische schwarz-weiße Darstellung. »Farbe lenkt von den Gesichtern ab, und um die ging es«, berichtete sie. Das Vorhaben ist gelungen, die Lebensfreude strahlt den Betrachter der 15 Bilder an.

17 Menschen darunter Politiker, Tätowierer, Taxifahrer, HPZ-Bewohner und Flüchtlinge sagten sofort ja, als Vivien Tharun sie fragte, ob sie sie fotografieren dürfe. Die Fotomodelle suchten sich den Ort selbst aus, an dem sie abgelichtet werden wollten, ein weiterer Aspekt, der besticht. So zeigte sich Bürgermeister Michael Stickeln mit einem Pferd auf der Pferdekoppel, für den Betrachter, in ungewohnter Umgebung. Hilla Zavelsberg-Simon wählte die Krypta auf dem Burgfriedhof, ein Ort, der ihr Kraft schenkt, wie sie der Fotografin erklärte. Die Fotografien stehen mitten im liebevoll eingerichteten Café und fügen sich, an den von der Fotografin selbstgebauten und dekorierten Gestellen, gut ins Gesamtbild ein.

Querschnitt der Warburger Bevölkerung

»Die Fotos sind zeitlos, nicht schrill und stellen einen Querschnitt der Warburger Bevölkerung dar«, sagte der Bürgermeister. Er dankte auch der Café-Betreiberin Antonella Guacci, dass sie die Räumlichkeiten dafür zur Verfügung stellte. »Das Café belebt den Anfang der Hauptstraße und ist nun um einen sehenswerten Aspekt reicher«, lobte er. Vivien Tharun dankte allen, die bei dem Projekt mitgemacht hatten.

Die Ausstellung kann nun zu den Öffnungszeiten des »Time Out«, außer donnerstags, jeden Tag von 11 Uhr an besucht werden. Die Fotos von Vivien Tharun können bis zum 27. Mai besichtigt werden.

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