Betriebe ziehen ein Zwischenfazit – Mai und Juni top, Juli und August flop Regen verhagelt die Freibadsaison

Warburger Land (WB). Etwa einen Monat lang sind die Freibäder im Warburger Land noch geöffnet. Das Zwischenfazit der Betriebe fällt gemischt aus. Vor allem die regenreichen Phasen im Juli und August verhageln bisher die Besucherbilanz.

Von Daniel Lüns
Im Borgentreicher Freibad passen Thorsten Müller (Meister für Bäderbetriebe) und Pia Heise (Auszubildende zur Fachangestellte für Bäderbetriebe) auf die Besucher auf. Je nach Wetterlage würden sich die Mitarbeiter aber über den oder anderen Schwimmer mehr freuen.
Im Borgentreicher Freibad passen Thorsten Müller (Meister für Bäderbetriebe) und Pia Heise (Auszubildende zur Fachangestellte für Bäderbetriebe) auf die Besucher auf. Je nach Wetterlage würden sich die Mitarbeiter aber über den oder anderen Schwimmer mehr freuen. Foto: Michaela Weiße

Konstantes Wetter nötig

Am 29. Mai hat das Freibad Borgentreich seine Tore geöffnet. »Die Monate Mai und Juni waren auch super«, erklärt Schwimmmeister Thorsten Müller. Aber dann sei das beständige, schöne Sommerwetter den Regenphasen gewichen.

»Klar hatten wir im Juli und August auch mal zwei, drei schöne Tage. Aber nur gutes Wetter lockt die Besucher nicht. Die Leute brauchen am Stück zwei, drei konstant schöne Tage.«

Bester Tag: 420 Besucher

Das habe sich zum Beispiel am 19. Juni bezahlt gemacht. »Mit 420 Besuchern war das unser bisher bester Tag. Dabei war das ein Montag und wir hatten noch keine Ferien. Der Besucherandrang entstand durch die konstante Wetterlage«, sagt Müller.

Trotz der vergangenen regenreichen Wochen bewegten sich die Besucherzahlen im Durchschnitt jedoch auf dem Niveau des Vorjahres. »Im vergangenen Jahr war zum Beispiel der Juli deutlich schlechter.« Die Freibadsaison wird in Borgentreich voraussichtlich am 8. oder 15. September enden.

Sommer ging gut los

Seit Mitte Mai können Wasserratten im Steinbergbad in Diemelstadt-Wrexen ihre Bahnen ziehen. »Die Saison ging auch gleich gut los. Ab Juli kommen aber weniger Besucher«, erklärt Schwimmmeister Marius Gatza. Der Grund?

Na klar, das Wetter: »Sonne, Wolken, Regen. Ein Tag ist gut, der nächste ist wieder schlecht. Bei dem Wetter wollen viele Menschen nicht ins Freibad gehen.«

Frühschwimmer kommen immer

Dabei werde das Becken beheizt und sei etwa 25 Grad warm. »Wenn es draußen kälter ist und man dann ins Wasser springt, dann ist das richtig schön warm«, erklärt der Schwimmmeister. Von Wind und Wetter indes ließ sich eine Besuchergruppe nicht abhalten.

Montags bis freitags von 7 bis 9 Uhr seien die Frühschwimmer im Becken unterwegs. »Ich habe morgens bis zu 15 Frühschwimmer. Das ist schon toll. Die kommen auch bei 20 Grad Außentemperatur«, sagt Marius Gatza.

September kann Schub bringen

Wie die Wrexener Freibadbilanz 2017 ausfallen könnte, dazu wollte sich der Schwimmmeister noch nicht festlegen. »Im vergangenen Jahr zum Beispiel haben wir im August und September nochmal sehr gutes Wetter gehabt.

Dadurch haben wir bei den Besucherzahlen einen richtigen Schub bekommen.« Voraussichtlich Mitte September werde das Steinbergbad das Ende der Saison einläuten.

Ende mit Hundeschwimmen

Auch Bäderbetriebsleiter Stefan Bosse hofft, dass der September die Bilanz für das Warburger Waldbad noch einmal verbessern wird. »Aber mit dem Ende der Ferien haben viele mit dem Schwimmen abgeschlossen«, erklärt Bosse.

»Der September wird also wohl nicht so voll wie der Mai oder Juni.« Angedacht ist, die Freibadsaison am 17. September mit dem Hundeschwimmen zu beenden.

10.000 Besucher bis Mitte Juni

»Bis Juni hatte ich noch gesagt: Das wird ein toller Sommer. Bis Mitte Juni hatten wir auch schon etwa 10.000 Besucher«, sagt der Bäderbetriebsleiter.

»Am Dienstag zum Beispiel hatten wir bis zum Mittag 300 Besucher hier. Wenn es jetzt warm und sonnig bliebe, dann hätten wir nach dem dritten Tag 600 Besucher. 1000 Menschen bekommen wir pro Tag im Waldbad unter. Und Ende Mai und im Juni, da hatten wir die auch. Aber die vergangenen vier Wochen schleppen sich so dahin.«

Etwa 300 Dauerkartenbesitzer

Regelmäßig werde das Freibad von den Besitzern der etwa 300 Dauerkarten besucht. Auch die Frühschwimmer, die innerhalb der Woche von 7 bis 9 Uhr ins Waldbad kommen, ließen sich vom Wetter kaum beeindrucken.

»Die Schwimmen, egal wie das Wetter ist. An manchen Morgenden sind das 30 bis 40 Personen. Da sagen manche schon scherzhaft: Jetzt müsste es wieder schlechter werden, damit es hier nicht so voll ist.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.