Stefan Wiemers zieht mit seiner Kfz-Werkstatt nach Warburg Neustart an der Industriestraße

Warburg (WB/vah). 2017 ist für Stefan Wiemers ein spannendes Jahr. Nicht nur, dass vor einigen Wochen sein Sohn Aron auf die Welt gekommen ist. Der Inhaber der Werkstatt »Auto-Technik Germete« will in Kürze auch beruflich einen Schritt nach vorne machen. Am 2. September eröffnet er an der Industriestraße 3d seine neue, moderne Autowerkstatt.

Stefan Wiemers (rechts), seine Mitarbeiter Kristina Buchmiller (27, Büro) und Kfz-Meister Florian Kleinwächter (25) fiebern der Neueröffnung am 2. September entgegen.
Stefan Wiemers (rechts), seine Mitarbeiter Kristina Buchmiller (27, Büro) und Kfz-Meister Florian Kleinwächter (25) fiebern der Neueröffnung am 2. September entgegen. Foto: Jürgen Vahle

Im Februar 2010 hatte sich der heute 30-Jährige an der Quellenstraße in Germete einen Traum erfüllt. Mit großer Unterstützung seiner Familie und mit viel Herzblut eröffnete der Kfz-Meister seine eigene Werkstatt, die »Auto-Technik Germete«. Das Unternehmen ist seither stetig gewachsen.

Am alten Standort wurde es zu klein

Doch das hatte zuletzt auch zu Problemen geführt. »Die Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten waren in Germete einfach nicht mehr gegeben«, berichtet Stefan Wiemers. Und schnell war in ihm der Entschluss gereift, dass die Lösung nur in einer Verlagerung des Standortes liegt.

Gemeinsam mit seinem Vater Alfred Wiemers machte sich der Kfz-Meister auf die Suche nach einem passenden Grundstück und dem richtigen Werkstattgebäude. Zahlreiche Immobilien und Parzellen im Warburger Land und 20 Hallen verschiedener Hersteller haben die beiden unter die Lupe genommen.

Baugrundstück gehörte zuvor zwei Banken

Letztlich fiel die Wahl auf das Gewerbegrundstück zwischen der neuen Rettungswache des Kreises Höxter und Burger King, das der aus Wormeln stammende Autospezialist über eine Anwaltskanzlei in Berlin zwei nordhessischen Banken abgekauft hat. Dankbar ist Stefan Wiemers dem Warburger Bauamt: »Dort hat man das Gefühl, dass einem wirklich geholfen wird.« Etwas mehr Unterstützung hätte er sich in der zurückliegenden hektischen Planungsphase aber von der Wirtschaftsförderung erhofft.

Zwei Wochen lang wird umgezogen

Doch das ist Schnee von gestern: Seit Wochen laufen die Bauarbeiten. Was Stefan Wiemers nicht selbst erledigen kann, übernehmen heimische Handwerksfirmen. In den letzten beiden Augustwochen will er dann von Germete nach Warburg umziehen. In diesen 14 Tagen soll nicht nur das gesamte Spezialwerkzeug, sondern auch die Reifen der Kunden, Hebebühnen und die Photovoltaik-Anlage aus Germete an die Industriestraße gebracht werden.

2000 Quadratmeter großes Grundstück

Der Unterschied zum bisherigen Standort in Germete ist gewaltig. Auf dem 2000 Quadratmeter großen Grundstück ist eine Werkstatt mit mehr als 500 Quadratmetern Lager- und Arbeitsfläche entstanden. Eine Halle für die Annahme der Autos und die TÜV-Abnahme sowie drei Hebebühnen für die Reparatur in einem eigenen Gebäudeteil stehen bereit.

Platz für 250 Reifensätze

Auch die Reparatur von Elektro-Autos ist beim Neubau bereits vorgesehen worden. Angegliedert ist eine Halle, in der Kunden bei speziellen Temperatur- und Lichtverhältnissen Sommer oder Winterreifen einlagern lassen können. Für 250 Reifensätze ist dort Platz. Eine Erweiterung ist möglich. Sozial- und Büroräume sind auf einer zweiten Etage untergebracht.

2018 soll ein Azubi eingestellt werden

Das Unternehmen, das derzeit zwei Kfz-Meister und zwei Teilzeitkräfte für Werkstatt und Büro beschäftigt, will personell aufstocken. 2018 soll ein Auszubildender eingestellt werden. Praktikumsplätze für alle Schulformen und auch für Flüchtlinge will Wiemers wie bisher zur Verfügung stellen.

Dass es ein weiterer Neuanfang wird, dokumentiert Stefan Wiemers mit Namen seines Betriebs. Aus Auto-Technik Germete wird Auto-Technik Warburg. »Unsere Werkstatt ist zwar neu und größer, aber nicht extravagant. Dafür aber modern und mit mehr Platz für zeitgemäße Reparaturen.«

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