Mehrere Tausend Euro Schaden am Chattenturm Aussichtsplattform demoliert

Warburg (WB). Noch unbekannte Täter haben am Wochenende die Aussichtsplattform auf dem Chattenturm in Warburg erheblich beschädigt.

Von Ralf Benner
Mit brachialer Gewalt haben noch unbekannte Täter eine Stange aus dem Geländer der Aussichtsplattform auf dem Chattenturm gerissen. Diese landete auf dem Dach eines Hauses unterhalb des Turmes und zerstörte mehrere Dachpfannen.
Mit brachialer Gewalt haben noch unbekannte Täter eine Stange aus dem Geländer der Aussichtsplattform auf dem Chattenturm gerissen. Diese landete auf dem Dach eines Hauses unterhalb des Turmes und zerstörte mehrere Dachpfannen. Foto: Ralf Benner

Mit brachialer Gewalt wurden mehrere Stangen des Stahlgeländers verbogen – offenbar mit kräftigen Fußtritten. Den Rowdys gelang es sogar, eine Stange komplett herauszureißen. Diese wurde auf ein Hausdach unterhalb des Turmes geworfen. Dabei gingen mehrere Dachpfannen zu Bruch. Sowohl die Stadt Warburg als auch der betroffene Hausbesitzer haben am Montag Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet.

Mit brachialer Gewalt eine Geländer-Stange herausgerissen

»An der Aussichtsplattform ist nach erster Begutachtung ein Schaden von mehreren Tausend Euro entstanden«, sagt Warburgs Bauamtsleiter Rainer Ehle. »Das darf einfach nicht wahr sein. Da war jemand ein­deutig auf Krawall aus«, zeigt sich Ehle fassungslos. Die Stadt werde nun eine Fachfirma damit beauftragen, die Schäden kurzfristig zu beseitigen. »Eine vorübergehende Sperrung des Chattenturms ist aber nicht erforderlich. Sicherheitsbedenken bestehen nicht«, versichert der Bauamtsleiter.

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Dieser Vandalismus ist sehr bedauerlich. Es handelt sich dabei um die sinnlose, mutwillige Zerstörung eines touristischen Highlights.

Bürgermeister Michael Stickeln

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»Dieser Vandalismus ist sehr bedauerlich. Es handelt sich dabei um die sinnlose, mutwillige Zerstörung eines touristischen Highlights«, sagt Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln. Durch die Tat sei zudem die Ruhe auf dem Burgfriedhof gestört worden.

Beliebter Treffpunkt von Jugendlichen

Erst Ende Oktober vergangenen Jahres war die Aussichtsplattform auf dem Chattenturm eröffnet worden. Von dort aus bietet sich Einheimischen und Touristen ein eindrucksvoller Blick über Warburgs Altstadt und das Diemeltal.

Nach Informationen des WESTFALEN-BLATTES hat sich der Chattenturm mittlerweile aber auch zu einem beliebten Treffpunkt für Jugendliche entwickelt. Diese klettern sogar über das Geländer und lassen ihre Beine über die Brüstung baumeln – eine lebensgefährliche Aktion. Für die Stadt Warburg offenbar ein ganz neuer Sachverhalt. »Das war uns so bisher nicht bekannt. Dagegen müssen wir etwas unternehmen«, erklärt Stickeln.

Stadt kündigt Kontrollgänge an

So sollen Mitarbeiter der Stadtverwaltung zukünftig am Chattenturm verstärkt nach dem Rechten sehen, um Rowdytum oder leichtsinniges Verhalten von Jugendlichen zu unterbinden. Denkbar wäre zu diesem Zweck der Einsatz von Politessen oder des Hundebeauftragten, so Stickeln. Weitere Maßnahmen möchte die Hansestadt zunächst nicht ergreifen. »Sollten sich ähnliche Vorfälle allerdings wiederholen, muss man auch darüber nachdenken, den Turm zu bestimmten Zeiten, etwa in den Nachtstunden, zu sperren«, sagt er. Diesen Schritt würde er jedoch sehr bedauern, da der Turm jederzeit zugänglich sein sollte.

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