25 Künstler zeigen im Hammerhof Werke zum Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel Die Erde schreit auf

Warburg-Scherfede (WB). Inspiriert von der ersten Enzyklika des Papstes, haben sich 25 Künstler des Kulturvereins »ARTd Driburg« mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel auseinander gesetzt. Ihre Werke dazu sind ab Samstag, 30. April, im Waldinformationszentrum Hammerhof zu sehen.

Von Ralf Benner
Heiner Stiene (links) und Dr. Wolfgang Daum, Vorsitzender von »ARTd Driburg«, sind begeistert von der Fotocollage »Frankreich, Korsika«, des Warburger Künstlers Klaus Wiederrecht, der den Schrei der Erde mit einem aus dem Bild ragenden Gesicht verdeutlicht.
Heiner Stiene (links) und Dr. Wolfgang Daum, Vorsitzender von »ARTd Driburg«, sind begeistert von der Fotocollage »Frankreich, Korsika«, des Warburger Künstlers Klaus Wiederrecht, der den Schrei der Erde mit einem aus dem Bild ragenden Gesicht verdeutlicht. Foto: Ralf Benner

Unter dem Titel »Erd-Charta – Schrei der Erde« werden noch bis zum 31. Juli insgesamt 36 Malereien, Collagen und Installationen gezeigt. Papst Franziskus hatte in seiner ökologischen Enzyklika Umweltzerstörung, Klimawandel und Konsumrausch angeprangert und in diesem Zusammenhang vom »Schrei der Erde« gesprochen, die sich wehrt.

»Ziel unserer Ausstellung ist es, diesen Schrei mit verschiedenen bildnerischen Mitteln sichtbar zu machen, das Bewusstsein für die Veränderungen der Umwelt durch Luftverschmutzung und Abschmelzen der Polkappen zu stärken«, sagt Dr. Wolfgang Daum, Vorsitzender der Künstlergemeinschaft. Dieser gehören aktuell 120 Mitglieder in den Kreisen Höxter und Paderborn an.

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Wir müssen das Machbare tun. Es ist wichtig, visuell zu arbeiten, um in die Köpfe der Menschen zu gelangen und sie für die Erd-Charta zu sensibilisieren.

Dr. Wolfgang Daum

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»Wir müssen das Machbare tun. Es ist wichtig, visuell zu arbeiten, um in die Köpfe der Menschen zu gelangen und sie für die Erd-Charta zu sensibilisieren«, erklärt Daum. Je mehr Menschen sich verantwortlich fühlten, umso größer sei die Chance, einer negativen Entwicklung auf der Welt entgegen zu wirken, so Daum. Die Erd-Charta, eine grundlegende Ethik für eine nachhaltige Veränderung, formuliert einen weltweiten Konsens über gemeinsame Werte. Ziel der internationalen Initiative ist es, den Übergang zu positiven, nachhaltigen Lebensweisen zu beschleunigen.

Dem Erhalt der Umwelt verpflichtet

»Wir fühlen uns als kreative Menschen in besonderer Weise für den Erhalt unserer Umwelt, der Grundlage unseres Lebens, mitverantwortlich«, betont der Warburger Künstler Heiner Stiene. Er hat als Kurator die 36 Kunstwerke ausgewählt, die im Waldinformationszentrum präsentiert werden. »Aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, ganz subjektiv und individuell, haben die Künstler das Thema behandelt. Das macht den Reiz dieser Ausstellung aus«, erläutert Stiene, der im Hammerhof selbst mit drei Werken vertreten ist.

Eröffnet wird die Schau am Samstag, 30. April, um 15 Uhr im Altbau-Atelier des Hammerhofes. Jan Preller, Leiter des Waldinformationszentrums, wird die Gäste ebenso begrüßen wie Dr. Wolfgang Daum. Einführende Worte spricht David Wedegärtner. Zu sehen ist die Ausstellung dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags ab 11 Uhr.

Kunstgespräche und Vorträge

Das Begleitprogramm zur Ausstellung beinhaltet drei Kunstgespräche im Hammerhof – am 22. Mai, 12. Juni und 10. Juli jeweils zwischen 15 und 16.30 Uhr – sowie zwei Vorträge: Am 1. Juni spricht Monsignore Uwe Wischkony über die Enzyklika von Papst Franziskus, am 7. Juni referiert Ulrike Berghahn über die Vision der Erd-Charta. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

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